Willkommen beim Turnverein 1861 Oberkirch e.V.
ARZ vom 06.Februar und 11.März 1009
TVO-Chef will Vorsitz abgeben
ARZ vom 12.Dezember 2007
ARZ vom 19.Juli 2007
ARZ vom 2.April 2007
ARZ vom 06.12.2006
ARZ vom 14.September 2006
ARZ vom 8./9.April 2006
ARZ vom 3.April 2006
ARZ vom 12.01.2006
ARZ vom 13.August 2005
ARZ vom 25.04.2005
ARZ vom 21.März 2005
ARZ vom 22.März 2004
ARZ vom 10.Dezember 2003
ARZ vom 24.März 2003
ARZ vom 06.Februar und 11.März 1009

Schimmel in den neu sanierten Duschräumen der Sporthalle Oberdorf

Antrag des kom.Vorsitzenden an die Stadt Oberkirch

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TVO-Chef will Vorsitz abgeben

ARZ vom 01.März 2008

TVO sucht Manager als Vereinschef

Turnverein hat zwei Wochen vor der Wahl noch keinen Ziegler-Nachfolger gefunden / Neue Struktur

Nachdem Vorsitzender Hans-Jürgen Ziegler seinen Rücktritt angekündigt hat, verteilt der Turnverein Oberkirch die Aufgaben im Vorstand neu. Die Struktur steht. Köpfe, die sie mit Leben füllen, fehlen noch. Der Verein sucht noch einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter.

Oberkirch.
Auf mehrere Schultern verteilen will der Turnverein Oberkirch künftig die Verantwortung – »wenn wir die Schultern dafür finden«, sagt Hans-Jürgen Ziegler. Der bisherige Vorsitzende hatte im Dezember angekündigt, nicht mehr kandidieren zu wollen. Am Freitag, 14. März, ist Mitgliederversammlung. Doch der Verein hat bisher weder einen Vorsitzenden noch einen Stellvertreter gefunden. Letzteres Amt ist schon seit Jahren vakant.
Der neue Vereinsboss muss laut Ziegler nicht zwingend aus dem sportlichen Bereich kommen, weil er vor allem organisatorische und repräsentative Aufgaben übernehmen soll.: »Wir könnten hier mehr einen Manager statt einem Sportler gebrauchen.« Unterstützt werden soll er durch vorerst eine hauptamtliche Kraft auf der Geschäftsstelle, die auf 400-Euro-Basis mehrere halbe Tage in der Woche arbeitet. Um sie zu finanzieren, plant der Verein laut Ziegler eine Beitragerhöhung für aktive Erwachsene und Kinder um sechs Euro Der Familienbeitrag bleibt unangetastet.
Die Geschäftsstelle ist unter anderem zuständig für Schriftverkehr, Mitgliederverwaltung, Beitragseinzug, Öffentlichkeitsarbeit. Diese Bereiche hat Ziegler übernommen, seit er 2000 in den Vorruhestand gegangen ist. Seither war er oft acht Stunden täglich für den Verein im Einsatz. Der neue Vorsitzende soll nun deutlich entlastet werden: »Ich will vermeiden, dass der Nachfolger an meinem Aufwand gemessen wird.«
Die neue Vereinsstruktur erfordert eine Satzungsänderung. Drei Viertel der bei der Versammlung anwesenden Mitglieder müssen ihr zustimmen. Gestrichen werden soll das Amt des Oberturnwarts, der bisher für den abteilungsübergreifenden sportlichen Bereich zuständig war – dieser Bereich geht soll nun an den neuen zweiten Vorsitzenden, der sich auch um die Hallenkoordination und die Öffentlichkeitsarbeit kümmern soll. Die sportliche Verantwortung für die Turner liegt, wie auch in den anderen vier Vereinszweigen, beim Abteilungsleiter (Männerturnwart). Die übrigen turnerischen Bereiche erhalten eigene Fachwarte.
Geschäftsstellenmitarbeiter, Jugendleiter, Kassenwart, zweiter Vorsitzender und Vorsitzender sollen den geschäftsführenden Vorstand des Vereins bilden. Er wird unterstützt vom 25-köpfigen Turnrat in dem alle Abteilungsleiter und Fachwarte vertreten sind. Falls sich bei der Versammlung kein Vorsitzender findet, müsste laut Ziegler das Amtsgericht einen Vertreter des Vereins als Verantwortlichen benennen. »So weit sollte es aber nicht kommen.«
Der 67-Jährige könnte sich für diesen Fall vorstellen, kurzfristig kommissarisch weiterzumachen. Allerdings will er sich in diesem Fall von den Mitgliedern ermächtigen lassen, einen neuen Vorsitzenden sofort einzusetzen, wenn sich jemand findet. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wäre dann nicht nötig, bestätigt werden würde der neue Kopf des Vereins bei der nächsten regulären Versammlung.
Ziegler selbst will sich künftig weiterhin um z.B. die Turnerpost und den Internetauftritt des Vereins kümmern. Ob er weitere Aufgaben übernehme, hänge vom zukünftigen Vorsitzenden ab. Eines wolle er aber auf jeden Fall nicht tun: Dem neuen starken Mann in seine Arbeit hineinreden.


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"Muss im Interesse des TVO NEIN sagen"

Hans-Jürgen Ziegler zieht Bilanz über 18 Jahre Vorsitz beim Turnverein / Alter und Streit mit der Stadt Rücktrittsgrund

Nach 18 Jahren will Hans-Jürgen Ziegler den Vorsitz des Turnvereins Oberkirch abgeben. Weil der 67-jährige rechtzeitig einen Nachfolger aufbauen will, aber auch weil er frustriert ist über die Querelen mit der Stadt.

Oberkirch.
Eigentlich hatte er seiner Frau beim Amtsantritt versprochen, höchstens zehn Jahre Vorsitzender beim Turnverein Oberkirch (TVO) zu sein. Die selbst gesetzte Grenze hat Hans-Jürgen Ziegler inzwischen um acht Jahre überschritten. Als Ziegler 1990 anfing, hatte der Verein noch 1780 Mitglieder. Inzwischen sind es 2400.
Mitgliederverwaltung und der politische Einsatz für mehr Hallenflächen – viele der Aufgaben, die so hinzugekommen sind, hat der Vereinsboss selbst übernommen. Jetzt sollen sie auf mehreren Schultern verteilt werden: Ziegler will bei der Mitgliederversammlung am Freitag, 14. März, um 20 Uhr., im »Pflug« nicht wieder kandidieren.
Der 67-Jährige führt dafür zum einen Altersgründe an: »Die biologische Uhr tickt.« Noch befinde er sich in geistiger und körperlicher Frische, »Der Wechsel ist wichtig, so lange ich noch helfen kann.« Um den Verein für die Zukunft auszurichten, »muss ich jetzt im Interesse des TVO nein zur Kandidatur sagen.«
Mit dem Gedanken, kürzer zu treten und einen Nachfolger aufzubauen, trägt sich Ziegler schon seit acht Jahren. »Ich habe nie an meinem Amt geklebt.«
Aber es habe sich aus dem inneren Kreis keine befleißigt gefühlt einzuspringen, »weil sie schon mit ihren bisherigen Aufgaben ausgelastet waren«. Stattdessen schuftete der Oberkircher, der 2000 in Vorruhestand ging, »sicher dacht Stunden täglich« für den Verein. Manchmal habe ihm seine Frau vorgeschlagen: »Stell’ doch ein Bett in die Geschäftsstelle.«
Zu diesen Überlegungen gesellt sich zwischenzeitlich eine Portion Frust: »Die Querelen mit der Stadt waren auch ein Grund zurückzutreten.« Es sei ihm nicht gelungen, die Verantwortlichen der Stadt zu überzeugen, was der Verein für das Gemeinwohl leiste. Ziegler hatte sich im Gemeinderat seit Jahren vehement für die Schaffung neuer Hallenkapazitäten eingesetzt. Mangels Räumlichkeiten muss der TVO Wartelisten für Jugendliche führen. Dabei sei es ihm bei der Debatte immer um die Kinder gegangen, ganz egal welchem Verein sie angehören.
Der Stadrat hält sich selbst für einen »streitbaren Gesellen«. Dabei schreckte er bisweilen vor Provokationen nicht zurück. Im September 2005 überreichte er zum Beispiel in einer Bauausschusssitzung Oberbürgermeister Matthias Braun zwei neue Klobrillen, "nach einer längeren Vorgeschichte". Er wollte damit auf den sanierungsbedürftigen Zustand der sanitären Anlage in der Sporthalle Oberdorf hinweisen. Ziegler hatte fortan seinen Ruf in der Stadt weg, die Toiletten werden 2008 und 2009 saniert. Wichtiger als die Wahl der Mittel war ihm der Zweck: »Meine Intention war immer das Wohl der Jugend.« Inzwischen ist er es leid zu kämpfen: »Warum muss ich mich prügeln lassen für das Wohl der Kinder Anderer?«
Realisiert hatte der TVO als Bauträger 2006 einen Anbau an der Sporthalle Oberdorf – laut Ziegler »ein Meilenstein« seiner Zeit als Vereinsvorsitzender, der viel Kraft gekostet habe. »Das wäre eigentlich eine kommunale Aufgabe gewesen«, so der Ingenieur im Ruhestand. Dennoch musste Ziegler im Gemeinderat viel Kritik einstecken: Der von der Stadt bezuschusste Anbau an die Sporthalle Oberdorf war 65.000 Euro teurer geworden als geplant. »Ich bin frustriert, dass die Stadt und einige Gemeinderäte nicht begriffen haben, dass der Verein zu Änderungen gezwungen war«, auch aus Brandschutzgründen.
Nicht durchsetzen konnte Ziegler sich mit seinem Vorschlag, noch einen Bewegungsraum an die Halle beim Hans-Furler-Gymnasium anzubauen. Damit wäre aus seiner Sicht das Problem für Schule und Vereinssport kurzfristig zu lösen gewesen. "Wenn er gekommen wäre, hätte ich vielleicht noch bis zur Fertigstellung weitergemacht." Der Umkehrschluss des Satzes gelte aber nicht.

"Sind kein Fitnessstudio"
Im Verein, in dem er seit 1950 Mitglied ist, will Ziegler sich auch nach seinem Rücktritt weiter einbringen. Noch immer schwingt jede Menge Herzblut mit, wenn Ziegler an die »soziale Aufgabe« des TVO erinnert. »Wir sind kein Fitnessstudio, in das man hingeht, bezahlt und konsumiert. Es kann nicht sein, dass der Geldbeutel entscheidet, ob ein Kind Sport treiben darf.«
Zum Mitgliederaufschwung unter Zieglers Ägide hätten nicht nur das Wachstum der Stadt beigetragen. Zum einen hätte sich der Verein den sportlichen Trends und allen Altersschichten geöffnet, »von zwei bis 99 Jahren.« Zum anderen kam der Zustrom nicht nur aus der Kernstadt, sondern auch der Ortschaften auf. »Da gab es doch früher nur die Möglichkeit für die Buben, Fußball zu spielen.«


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STICHWORTE

Ziegler über ...

* den Höhepunkt seiner Funktionskarriere:
Die Inbetriebnahme des Anbaus an der Sporthalle Oberdorf. Ich bin stolz darauf, dass es gelungen ist. Ein jährlicher Höhepunkt war immer das Nikolausturnen, an dem bis 600 Kinder mitmachen. Da weiß man, für wen man die Arbeit macht.

* das dickste Brett, das er bohen musste: Den Gemeinderat davon zu überzeugen, dass wir anbauen müssen. Der Neubau hätte kein halbes Jahr später kommen dürfen. Es wäre ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, unter den bisherigen Bedingungen Handball-Südbadenliga zu spielen.

* die Abteilung des TVO, mit der er am meisten mitgefiebert hat: Dort, wo es heiß hergeht: mit den Handballern. Ich komme eigentlich aus dem Turnen und der Leichtathletik, habe aber immer versucht, dem Ausgleich zwischen den Abteilungen gerecht zu werden.

* den TVO-Vorsitz: Es hat Spaß gemacht, weil man gestalten konnte. Sonst hätte ich das Amt nicht so lange ausgeübt.


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ARZ vom 12.Dezember 2007

Fast 500 Kinder turnten für den Nikolaus

Großveranstaltung des Turnvereins Oberkirch war wieder Publikumsmagnet / Vorsitzender Hans-Jürgen Ziegler will am 14.März Amt aufgeben


Zum traditionellen Nikolausturnen des Turnvereins Oberkirch am Sonntagnachmittag in der Sporthalle Oberdorf, konnte der Vorsitzende Hans-Jürgen Ziegler wieder nahezu 500 Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern in der Sporthalle begrüßen. In einem fast dreistündigen Programm boten die verschiedenen Kinder-Sportgruppen des TVO einen bunten Querschnitt durch den Übungsalltag - bis dann endlich der Nikolaus seine Gaben verteilen konnte.

Oberkirch.
Das Nikolausturnen des TV Oberkirch in der Oberdorfer Sporthalle gehört schon seit vielen Jahren zum Höhepunkt des Trainingsjahres der Oberkircher Turnkinder. Natürlich waren auch wieder die Turnkinder der „TVO-Dependance“ Nussbach mit im Programm.
Vorsitzender Hans-Jürgen Ziegler ging in seiner Begrüßung nochmals kurz auf den vor einem Jahr fertig gestellten Anbau ein, ohne den, wie er ausführte, zwischenzeitlich keine solche Veranstaltungen mehr denkbar seien: „Dieser Bau hat in den vergangenen 12 Monaten mehr als einmal seine Bewährungsprobe bestanden“.

Wie in den Vorjahren konnten nun die Kinder ihre Programmbeiträge wieder selbst ansagen. Den Auftakt machten die Kleinsten der Tanzgruppe der Abteilung Gymnastik & Tanz mit einer Reise durch die Zeit. Die jungen Übungsleiterinnen Sandra, Helena, Maike, Dorothee, Donata und Amelie sowie Nadine mit den Vier bis Fünf-jährigen, zeigten sich hierfür verantwortlich.

Als nächsten Programmpunkt präsentierte sich der Nachwuchs der kleinen Leistungsturnerinnen mit einem Aufwärmprogramm und dem Bodenturnen, während gleichzeitig die Buben der 1.-4.Klasse mit Flugübungen und Saltis glänzten. Mit einer Gerätelandschaft gaben die Mädchen von Alexandra und Stefanie einen Einblick in ihre Turnstunde.

Kooperation mit Schule
Einen glanzvollen Akzent setzen wieder die Leichtathletikkinder von Heidi und Simone mit dem Motto „Wintertraum und Weihnachten“ - eine schöne Gelegenheit, sich in der Vorweihnachtszeit auf das Wesentliche zu besinnen. Vor der obligatorischen Kaffee-und Kuchen-Pause zeigten auch die kleinsten Handballer der E-Jugend (neun bis zehn Jahre) und die Minis, eine Kooperation des TVO mit der Johann-Wölfflin-Grundschule, mit der 1.Klasse der Grundschulförderklasse und der 2.Klasse, Einblicke in das Trainingsprogramm.
„Es ist unsere gute Jugendarbeit und eventuell auch die Nachwirkungen der Handball-Weltmeisterschaft“ sagte Ziegler, „denn zwischenzeitlich nehmen zwei E-Jugendmann-schaften am Rundenbetrieb teil“. Trotz riesigem Ansturm auf das Kuchenbuffet im neuen Gymnastikraum mit zugehörigem Bewirtungsraum, bot auch die Pause wieder Gelegenheit die neuen Räume zu besichtigen und die Funktionsfähigkeit zu testen.
„Wir sind die Kinder der Gymnastikabteilung und wollen Euch mit Seil, Ball, Band und Keule in die wunderbare Welt der Alice entführen“, so lautete die Ansage für den nächsten Programmpunkt und dabei trafen die Turnkinder auf das Kaninchen in Zeitnot, die unsichtbare Grinsekatze, die bösen Spielkarten und Schachfiguren und auch die sprechenden Blumen - und alle hatten viel Spaß bei ihren Vorführungen. Das auch das klassische Geräteturnen im Turnverein Oberkirch noch aktuell ist, zeigten anschließend die Turnerinnen und Turner der Leistungsriegen mit ihren Übungsleiterinnen und Übungsleiter.

Neue Kinderturngruppen
Um den Mangel an Hallenflächen etwas zu mildern und auch die Fahrwege zu verkürzen, hat der TVO in den Ortsteilen Ödsbach und Nussbach, wo auch Sportstätten zur Verfügung stehen, eigene Kinderturngruppen eingerichtet. Als Zwerge mit einer eigenen Feuerwehr boten die vielen Nussbacher Kinder unter der Leitung von Carina, Antonia, Julia und Anne, wieder eine gelungene Vorführung. Sechs Kindergruppen mit Vorschulkindern zwischen vier und sechs Jahren zeigten mit Ruth, Elke und Elmar und ihren Helferinnen unter Anwesenheit des Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht, was sie in den Turnstunden alles so gelernt hatten - und die Vorfreude auf die Bescherung war ihnen anzusehen.
Nach einigen Gedichtbeiträgen und einem gemeinsamen Lied hatte auch der Nikolaus noch besinnliche Worte parat. Sein Dank galt neben den Übungsleitern, Helfern, Gerätekommando, auch den vielen helfenden Händen hinter den Kulissen. Da die Kinder alle durchweg brav waren, hatte auch sein Begleiter mit der Rute wenig zu tun. 500 Kinderpäckchen wechselten anschließend wieder ihre Besitzer und die große Zahl von Besuchern dankte den Kindern und ihren Übungsleitern mit großem Applaus.

Zieglers Abschied
Doch zum Schluss der gelungenen Feier kam noch einmal Wehmut, aber auch Verständnis auf, als Hans-Jürgen Ziegler bekannt gab, dass dieses Nikolausturnen voraussichtlich das letzte unter seiner Leitung als TVO-Chef sein wird. „Nach 18 Jahren, in denen ich dieses Amt ausübe war diese Veranstaltung mit ihren Kindern immer Motor und Motivation für meine Arbeit. Zwischenzeitlich sind aus vielen dieser ehemaligen Kinder selbst Eltern, oder auch Übungsleiter im Verein geworden. Das erfüllt mich mit besonderer Freude, denn es zeigt, dass es immer wieder junge Menschen geben wird, die sich um die jüngeren Generationen kümmern werden. Leider ist es mir nicht gelungen auch Verantwortliche von der Wichtigkeit des Kinder- und Jugendsports zu überzeugen. Das zeigen auch die noch immer vorhandenen Wartelisten für Kinder, welche Sport treiben wollen. Ich werde daher zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen“, betonte Ziegler und dankte für das jahrelange Vertrauen. Der Vorsitzende will bei der Jahreshauptversammlung am 14. März sein Amt aufgeben.


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ARZ vom 19.Juli 2007
Illustre Gesprächsrunde:TVO-Vorsitzender Ziegler, Luzia I., OB Braun, Meinrad Müller
Illustre Gesprächsrunde:TVO-Vorsitzender Ziegler, Luzia I., OB Braun, Meinrad Müller

Hygienische Bedingungen passen nicht in das positive Bild

TVO-Boss Hans-Jürgen Ziegler zieht Bilanz der badischen Meisterschaften im Renchtalstadion


Von Fritz Bierer

Die badischen Leichtathletikmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Oberkirch waren für den ausrichtenden Turnverein eine große Herausforderung, denn immerhin tummelten sich an beiden Tagen rund 800 Athleten, Trainer und Betreuer im Renchtalstadion. TVO-Vorsitzender Hans-Jürgen Ziegler zieht im Interview Bilanz, spricht über mangelhafte Ausstattung der Sportanlage mit sanitären Anlagen, den geplanten Kunstrasenplatz und wirft einen ersten Blick in Richtung Jubiläum. Der TVO wird in vier Jahren 150 Jahre alt.

1. Sind Sie zufrieden mit dem organisatorischen Teil der badischen Meisterschaften im Renchtalstadion?

Hans-Jürgen Ziegler:
Die Organisation lag wieder in den bewährten Händen unserer Leichtathletik-Abteilung. Dort haben wir ein tolles Team, welche solche Herausforderungen eigentlich problemlos meistert. Durch die gute Zusammenarbeit im Verein es ist auch möglich Unterstützung durch die anderen Abteilungen zu erhalten.

2. Und sportlich – das Abschneiden der LG Ortenau Nord, zu der auch der TV Oberkirch zählt?

Ziegler:
Ich bin im Leistungsbereich nicht ganz so auf dem Laufenden, doch habe ich durchaus einige gute Ergebnisse registriert.

3. Die Zuschauerresonanz war nicht üppig, wie schon zwei Wochen zuvor bei den baden-württembergischen Titelkämpfen in Kehl. Leichtathletik ist eigentlich eine attraktive Sportart, warum glauben Sie bleiben die Zuschauer fern?

Ziegler:
Durch den vorgegeben Zeitplan für die vielen Wettkämpfer ziehen sich die einzelnen Disziplinen natürlich über den ganzen Tag bzw. zwei Tage hinweg. Dadurch ist es für den normalen Zuschauer eine enorm lange Zeit welche er im Stadion zubringen muss. Es ist schon ein Unterschied zu den fernsehgerecht aufbereiteten Veranstaltungen, bei denen für den Zuschauer interessante Entscheidungen komprimiert werden. Die Zuschauer erwarten halt immer spektakuläre Ereignisse und bekannte Namen. Diese können wir bei auch bei diesen doch noch regionalen Meisterschaften halt nicht bieten.

4. BLV-Präsident Eckstein, Christina Obergföll und viele Gäste lobten das Renchtalstadion als „herrliche Sportstätte“. Allerdings hörte man vereinzelt auch Klagen über die unzureichenden sanitären Einrichtungen. Gibt’s hier in absehbarer Zeit Verbesserungen?

Ziegler:
Wir haben in Oberkirch eines der schönsten und auch gepflegtesten Stadien im weiteren Umfeld. Es ist wahrlich ein Aushängeschild für die große Kreisstadt Oberkirch. Darauf können wir auch stolz sein. Der Kampf und die Lösung um einen Platzwart war sicher eine gute Entscheidung. Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel die Lebensdauer einer Tartanbahn bei 16 Jahren liegt und unsere bereits 20 Jahre auf dem Buckel hat und noch so gut im Schuss ist, so ist das auch ein Verdienst unseres Bauamts und Bauhofs.
Allerdings passen die hygienischen Bedingungen bei Weitem nicht in dieses Bild. Ich weise hierauf schon seit Jahren hin und bin noch immer dran, doch leider noch mit wenig Erfolg. Bisher hat mir die Verwaltung stets mitgeteilt es bestünde kein Handlungsbedarf.
Dabei habe ich immer versucht darauf hinzuweisen, dass es hierbei nicht nur um die größeren Veranstaltungen geht – in solchen Fällen haben wir uns immer mit zusätzlichen (aber auch teuren) Toilettencontainern helfen können. Aber es nützt nichts Container anzufordern. Die Problematik liegt am Stadiongebäude, denn dort suchen die Leute das WC.

Beim täglichen Schulsport, bei den Bundesjugendspielen bei dem sich auch alle Schularten aus Oberkirch und den Ortschaften im Stadion tummeln, können es durchaus noch mehr Teilnehmer als bei Meisterschaften sein. Und dann nur eine einzige zugängliche Toilette im Gebäude – welche wir am vergangenen Sonntag dann noch wegen Unbenutzbarkeit abschließen mussten. Es ist für mich eine unglaubliche Situation und eigentlich unzumutbar, dass die Kinder im Freien ihre Notdurft verrichten müssen. Hier wären für mich auch die Schulleitungen und auch die Eltervertreter gefordert auf die Verwaltung einzuwirken.
Ferner gibt es im Stadion und auch Umfeld keine Möglichkeit für einen behinderten Menschen eine Toilette aufzusuchen. Auch die Gaststätte kann ein Bürger welcher auf einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe benötigt, nicht aufsuchen.
Wenn es nach mir ginge, wäre eine umgehende Verbesserungen überfällig.

5. In vier Jahren, also 2011, wird der TVO 150 Jahre alt. Zum Geburtstag schenkt sich der Turnverein doch sicher wieder eine leichtathletische Großveranstaltung – die süddeutschen Meisterschaften hatte man hier noch nicht. . .

Ziegler:
Wir haben in der Vorstandschaft diese Thema noch nicht besprochen, wir aber wohl bald fällig sein. Ich persönlich hätte da schon einige Ideen sowohl im leichtathletischen als auch im turnerischen Bereich.
Wir haben ja dort zwischenzeitlich auch bei der Sporthalle Oberdorf die Bewirtungsmöglichkeiten für größere Veranstaltungen verbessert. Auch wenn ich auf diesem Areal noch einen Wunsch übrig hätte.
Doch ob ich bis in vier Jahren noch im Amt bin – aber es wir sich doch auch noch ein Nachfolger finden ...

6. Beim Blick auf die Teilnehmerliste entdeckt man nur ganz wenige Athleten vom TV Oberkirch. Bei so einer herrlichen Wettkampfstätte müsste die Leichtathletik-Abteilung im TVO eigentlich richtig „brummen“. Was sind Gründe, dass dem nicht so ist?

Ziegler:
Das ist richtig – derzeit sind es wenige Sportler/Innen welche in der Spitze mitmischen können. Wir haben dieses Problem auch schon erkannt und es gibt vielfältige Gründe. An der Anlage liegt es sicher nicht, aber für gute Leistungen muss man sich schinden und das ist heutzutage nicht mehr so in.

7. Apropos Wettkampfstätte: Sie fordern im Stadtparlament einen Kunstrasenplatz – was natürlich den Fußballern entgegenkommt. Das würde allerdings auch bedeuten, dass die Organisatoren bei solchen Veranstaltungen wie am Wochenende Probleme bekommen würden, weil Hammer- oder Diskuswerfen auf solch einem „Kunst-Teppich“ nicht stattfinden können . . .

Ziegler:
Hierbei muss ich ganz deutlich sagen, ich bin noch nie gegen einen Kunstrasenplatz gewesen. Auch wenn es beim Sportverein Personen gibt die mir das unterstellen. Allerdings muss man bedenken, dass diese Investition die Stadt Oberkirch über 500 Td. Euro kostet. Deshalb sollte man sich schon genau überlegen wohin man diesen Platz macht, um auch die Lebensdauer so lange als möglich zu erhalten. Das gebietet schon die Pflicht des sorgsamen Umgangs mit Steuergeldern. Die Lebensdauer eines Kunstrasenplatzes ist bei eine normalen Nutzung ohnehin nur bei 10-12 Jahren. Danach muss der Kunstbelag erneuert werden. Deshalb kann ein neuer Kunstrasenplatz nicht allgemein und für jeden „Bolzer“ zugänglich sein.
Auch sollte nach Wegfall des Hartplatzes die Anzahl der Plätze nicht verringert werden. Sondern durch Neuanlage könnten die Regenerationsphasen für die Rasenplätze verbessert werden. Hierbei spreche ich auch für den Sportbetrieb im SVO.
Tatsache ist jedoch, dass bei einer Realisierung auf den Plätzen II und III, dann für den TVO keine Möglichkeit mehr für Leichtathletik- oder Turnsport-Veranstaltungen gegeben wäre.
Und das wird doch ernsthaft niemand wollen.

8. Und wann soll nach Ihrer Meinung dieser Kunstrasenplatz gebaut werden und ist im Stadtsäckel dafür genügend Finanzmasse frei?

Ziegler:
Über das Wann, Wo und Wie entscheidet der Gemeinderat der Stadt Oberkirch. Da aber in den nächsten Jahren sehr große Investitionen sowohl im Straßenbau, als auch im Schulbereich anstehen, sehe ich die Realisierung nicht unbedingt in absehbarer Zeit.

9. Sind in diesem Jahr noch weitere leichtathletische Veranstaltungen im Stadion geplant?

Ziegler:
Meines derzeitigen Wissens ist für dieses Jahr nichts mehr in der Warteschleife. Der Einsatz unserer ehrenamtlichen Helfer sollte nicht überstrapaziert werden.
Im November haben wir noch eine turnerische Großveranstaltung in der Oberdorfhalle.



Viel Lob erntete das Renchtalstadion als Austragungsort der Badischen.
Viel Lob erntete das Renchtalstadion als Austragungsort der Badischen.
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ARZ vom 2.April 2007

TVO-Aktive freuen sich über prima Resultate

Sportliche Bilanz bei Jahreshauptversammlung fiel positiv aus / Vorfreude auf neuen Bewegungsraum bei der Hauptschule

Viel Information gab es vom Vorsitzenden des TVO, Hans-Jürgen Ziegler, bei der Jahreshauptversammlung, die am Freitag abgehalten wurde. Das Thema Turnhallenanbau stand dabei ebenso auf der Tagesordnung, wie die Aktivitäten in den einzelnen Abteilungen des Turnvereins.
Von Gisela Kaminski

Oberkirch. Der Turnverein Oberkirch sei nicht pleite, versicherte der Vorsitzende Hans-Jürgen Ziegler: Nach der Fertigstellung des Anbaus an die Sporthalle Oberdorf habe es Gerüchte gegeben, dass sich der Verein übernommen habe. Dies treffe nicht zu, die Finanzierung stehe auf festen Beinen.
Mit der Inneneinrichtung kam das Bauvorhaben auf cirka 363 000 Euro, 118 000 Euro hat der Verein durch Eigenleistungen eingebracht. Aufgrund der hohen Sicherheitsauflagen im Bereich des automatischen Rauchabzugs im Treppenhaus hätten sich die Kosten erheblich erhöht. Das Treppenhaus musste hierfür neu gebaut werden. Nach Ansicht Zieglers sei diese Vorhaben eigentlich Aufgabe der Gemeinde gewesen.
Von der Planung bis zur Fertigstellung sei gerade mal ein Jahr ins Land gegangen. Pünktlich zum Nikolausturnen konnte der Anbau eingeweiht werden. Ein großes Verdienst des ersten Vorsitzenden Ziegler, wie die einzelnen Abteilungsleiter in ihren Tätigkeitsberichten später formulierten. Ziegler ging auch auf das Bauvorhaben beim Gesamtkonzept Ganztagsbetreuung August-Ganther-Schule ein, bei dem auch ein Bewegungsraum vorgesehen ist, den der TVO nutzen wird. Somit steht dem Verein ein weiterer Raum zur Verfügung, "leider aber erst sehr spät".
Ärgerlich zeigte sich der erste Vorsitzende darüber, dass in der heutigen Zeit Fest-und Veranstaltungs-Hallenbau Vorrang vor Bewegungsprogrammen für Kinder habe. Der Hintergrund dafür: Die Halle in Tiergarten wurde in das Sanierungsprogramm der Stadt aufgenommen.
Im weiteren Verlauf des Abends stellten die Abteilungsleiter den Ablauf des vergangenen Vereinsjahr dar. So konnte Karl Huber von den Turnern berichten, dass die Ausrichtung des Gauschülertunfestes mit 1300 Kindern eine große Herausforderung war, aber sehr erfolgreich gemeistert werden konnte.

Weite Wege
Uwe Größl von der Abteilung Volleyball zeigte sich erfreut, dass erstmals von der F-Jugend alle Mannschaften vertreten waren. Die Basketballler müssen aus Mangel an Vereinen in der Umgebung weite Wege hinter sich legen, um einen Wettkampf oder ein Spiel zu bestreiten, erfuhr man von Adalbert Schwierz.
Die Handballer mischen ganz vorne mit. Zur Zeit sind sie in der ersten Mannschaft auf Platz zwei, informierte Harald Kofler. Die Gymnastikgruppe mit den Abteilungsleiterinnen Denise Ehret und Nadine Ziegler begeisterte mit 43 Mädchen beim Landesturnfest in Heidelberg. Bernd Harter von der Leichtathletikabteilung zeigte sich mit den Leistungen einiger Jugendlicher sehr zufrieden. Sie hätten tolle Wettkämpfe geboten.
Für 2007 steht der Abteilung eine große Herausforderung ins haus. Der Wettkampfausschuss des Badischen Leichtathletik Verbandes habe sich für die Austragung der Badischen Leichtathletik-Meisterschaften der Aktiven sowie der A-und B-Jugendlichen für Oberkirch entschieden. Die Veranstaltung findet am 14.und 15. Juli statt.
Kassenwart Udo Flöthmann wurde eine gute Arbeit bescheinigt und die Entlastung für den Gesamtvorstand wurd einstimmig bewilligt.
Klaus Kunner, stellvertrender Bürgermeister, überreichte die Grüße des OB und des Stadtrates. Es sei beachtlich was der Verein an Ehrenamt leistet. Besonders hervor hob Kunner den Anbau an die Sporthalle Oberdorf hervor, die in der Regie des TVO lag. Sein besonderer Dank galt hier dem Vorsitzenden Hans-Jürgen Ziegler, der hier Enormes geleistet habe.


Ziegler: TVO in Planung einbinden

Vereinsvorsitzender hält nichts von städtischen Kunstrasen-Plänen / Brief an OB Braun verfasst

Irritiert zeigte sich TVO-Vorsitzender Hans-Jürgen Ziegler von den Plänen der Stadt, den Rasenplatz II im Renchtalstadion mit Kunstrasen zu versehen. In einem Brief an OB Braun, den er in der Versammlung des Vereins verlas, forderte er die Einbindung des TVO in die Planungen.
Von Gisela Kaminski

Oberkirch. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Turnvereins Oberkirch verlas der Vorsitzende Hans-Jürgen Ziegler den Brief, den er anlässlich des Vorhabens der Gemeinde, einen Allwetterplatz im Renchtal-Stadion zu errichte, an OB Matthias Braun geschrieben hatte. In dem Brief nahm Ziegler Stellung dazu, dass der Rasenplatz II als Allwetterplatz (Kunstrasenplatz) umgebaut werden soll, ohne dass der TVO mit seinen 2400 Mitgliedern in die Entscheidungsfindung mit eingebunden wurde oder über das Vorhaben im Vorfeld informiert wurde. Nach wie vor begrüße der Verein die Einrichtung eines Allwetterplatzes im Bereich des Renchtalstadions Oberkirch. Er Ziegler, habe den Vorschlag den bisherigen Hartplatz wieder als Festplatz zu nutzen und entsprechend zu befestigen schon vor Jahren geäußert.
Gegen die Planung den Rasenplatz II als Allwetterplatz umzugestalten, sprächen jedoch viele Gründe. So habe dieser Platz eine Überbreite, die gleichzeitig von vielen Trainingsgruppen gleichzeitig genutzt werden könne. Die Umgestaltung in eine Kunststofffläche reduziere nach dem Vorhaben die Fläche auf Normalmaße, die Randfläche könne wegen der Steineinfassung nicht mehr genutzt werden.
Hohe Sanierungskosten
Ziegler verwies in seinem Brief, der auch an die einzelnen Fraktionen ging, zudem auf die vermehrten Betriebskosten, die die Pflege des neu angelegten Kunststoffplatzes mit sich brächte. Darüber hinaus erwähnte er die Lebensdauer eines solchen Kunststoff-Alwetterplatzes, die nach Aussage des Badischen Sportbundes bei normaler Nutzung zirka zehn bis zwölf Jahre betrage. Danach bringe die Sanierung erhebliche Kosten mit sich. Neben den Herstellungskosten von 500.000 Euro (plus einmaliger Sportbundzuschuss von 67.500 Euro) entstünden später enorme Entsorgungskosten.
Im weiteren Verlauf des Schreibens ging Ziegler auf die hohe Abnutzung des fünf Zentimeter hohen Flors ein, die bedingt dúrch die überproportionale Frequentierung stattfinden werde. Ein Aspekt sei neben den verschiedenen Spielen und Trainingseinheiten auch die Benutzung von Jugendlichen, die auf dem Platz bolzen. Um eine geregelte Nutzung zu garantieren, müsse ein Platzwart daher 24 Stunden anwesend sein.
"Wer kontrolliert die Stollen der Spieler? Wo sollen Kinder dann frei kicken können?" waren Fragen, die im Brief formuliert wurden. Der TVO schlage vor, einen separaten Allwetterplatz einzurichten, der Umbau von Platz II scheide aus Sicht des Vereins aus.
Für den Turnverein Oberkirch bedeutete die Änderung des Platzes II von einem Rasen- in einen Allwetterplatz, dass der Verein künftig keine Großveranstaltungen mehr ausrichten könne. Als Beispiel nannte Hans-Jürgen Ziegler Schülertunfeste. Dafür sei unter anderem notwendig, dass man Sportgeräte auf dem Rasen aufbaue, wozu die Verankerung gehöre. Bei einem Kunststoffplatz sei dies nicht mehr möglich.
Abschließend äußerte Ziegelr den Wunsch, dass der TVO als größter Oberkircher Verein in die Entscheidungsfindung mit eingebunden werde.

Turnverein führt weiter Wartelisten

Hans-Jürgen Ziegler: Hallenraum knapp bemessen

Oberkirch. Der Vorsitzende des Turnvereins Oberkirch, Hans-Jürgen Ziegler, hat bei der Mitgliederversammlung die neuesten Zahlen rund um den Verein präsentiert. Der Mitgliederstand liegt zur Zeit bei 2.400, unter den Mitgliedern sind 1025 Kinder und Jugendliche. Der Verein hat 70 Übungsleiter, darunter 26 lizenzierte. Außerdem sorgten 125 bis 150 Helferinnen und Helfer bei Veranstaltungen für einen reibungslosen Ablauf.
Auch weiterhin sei der Hallenraum knapp bemessen, was die Entwicklungsmöglichkeiten einschränke, sagte Ziegler. Es gebe nach wie vor im Jugendbereich eine Warteliste, sehr zum Unmut der betroffenen Eltern. Unter dem Punkt Verschiedenes wurden die Anwesenden informiert, dass die im vergangenen Jahr beschlossene Beitragsänderung in diesem Jahr wirksam werde.
Als postiv vermerkte Ziegler, dass die Politik Wort gehalten habe und einen sogenannten "Solidarpakt Sport" unterschrieben habe. Damit sei dem Sport eine finanzielle Grundlage gegeben.


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ARZ vom 06.12.2006

Junge Turner weihten den Anbau ein

Sportler und erweiterte Sporthalle Oberdorf standen im Mittelpunkt des TVO-Nikolausturnens

Beim Nikolausturnen des Turnvereins Oberkirch hat der Anbau im Foyer der Sporthalle Oberdorf seine Feuerpause bestanden. Weit über 1000 Besucher bewunderten am Sonntag nicht nur das Bauwerk, sondern auch die Vorführungen der jungen Sportler.

Oberkirch.
Mit einem Bauhelm auf dem Kopf eröffnete TVO-Vorsitzender Hans-Jürgen Ziegler die Nikolausfeier der Turnkinder. „Für uns alle ist der heutige Adventssonntag ein ganz besonderer Tag. Wir können heute den neuen Anbau in Betrieb nehmen." Der Turnverein hatte, von der Stadt und dem Sportbund unterstützt, die Sporthalle Oberdorf um einen Gymnastikraum samt Bewirtungsraum erweitert.
"Punktgenau sind wir gestern Abend fertig geworden“, sagte Ziegler. Sein Dank galt vor allem den Oberkircher Handwerksbetrieben, welche noch bis Freitagabend gewerkelt hatten. „Wir haben hier für alle Sporttreibenden etwas geschaffen, auf das wir stolz sein können.“
Danach nahm er den Bauhelm ab und zerriss das Hinweisplakat „Kein Durchgang wegen Baustelle“.

Wie in den Vorjahren sagten die Kinder ihre Programmbeiträge wieder selbst an, beginnend mit den Kleinsten der Tanzgruppe der Abteilung Gymnastik & Tanz. Vier Feen führten durch die vier Jahreszeiten. Die kleinen Leistungsturnerinnen zeigten, welche Übungen man an Käste und Bänken turnen kann, während gleichzeitig die Buben der erszten bis vierten Klasse mit Flugübungen und Salti glänzten. Bei einer wunderschönen Vorführung stellten die Mädchen dar wie sie allmählich älter wurden, sich von ihren Teddy´s trennten, um dann schließlich auf ihre erste Party zu gehen.

Hallenbau als Vorbild
Die Leichtathletikkinder hatten die Bauarbeiten in der Oberdorffhalle als Vorlage für ihren Auftritt genommen.

Der Nikolaus verteilte 600 Geschenke an die TVO Kinder
Der Nikolaus verteilte 600 Geschenke an die TVO Kinder

Viele kleine, fleißige Bauarbeiter errichteten zuerst symbolisch den Sporthallen-Anbau aus großen Bausteinen und Styropor. dann erweiterten sie die Halle zur Melodie "I have a dream" um eine Bewegungshalle. „Man darf doch mal träumen und auch Wünsche äußern“, so der Vorsitzende, „und wie man sieht bin ich mit meinen Träumen nicht alleine. Es muss doch möglich sein jedem Kind eine Chance auf Sport zu bieten“.

Öffentliches Training
Dann zeigten auch die kleinsten Handballer der E-Jugend (neun bis zehn Jahre) und die Minis, eine Kooperation des TVO mit der Johann-Wölfflin-Grundschule, Einblicke in das Trainingsprogramm. In der Pause war der Ansturm auf den neuen Gymnastikraum groß - dort war das Kuchenbuffet aufgebaut.

Das Leben des Königs der Löwen
Das Leben des Königs der Löwen

Die Kinder der Gymnastikabteilung stellten anschließend mit Seil, Ball, Band und Keulen das Leben des Löwen Simba dar. Viele kleine Raubtiere bevölkerten die Turnfläche.
Dass auch das klassische Geräteturnen im Turnverein Oberkirch noch aktuell ist, bewiesen anschließend die Turnerinnen und Turner der Leistungsriegen.

Um den Mangel an Hallenflächen etwas zu mildern und auch die Fahrwege zu verkürzen, hat der Turnverein Oberkirch in den Ortsteilen Ödsbach und Nussbach eigene Kinderturngruppen eingerichtet. Die Nußbacher Turnkinder präsentierten einem Tüchertanz und einigen Übungen auf dem Schwebebalken nach der Musik "Lollipop".
Sechs Kindergruppen mit Vorschulkindern zwischen vier und sechs Jahren zeigten unter Anwesenheit des Nikolaus samt Knecht Ruprecht, was sie in den Turnstunden alles gelernt hatten. Die Vorfreude auf die Bescherung war ihnen anzusehen.

Rute nicht eingesetzt
Nach mehr oder weniger ernsten Gedichtbeiträgen und einem gemeinsamen Nikolauslied hatte auch der Nikolaus noch besinnliche Worte. Sein Dank galt neben den Übungsleiterinnen und Übungsleitern, Helferinnen und Helfern, dem Gerätekommando, auch den vielen helfenden Händen hinter den Kulissen. Da die Kinder alle durchweg brav waren, hatte auch sein Begleiter mit der Rute wenig zu tun. 600 Geschenkpäckchen wechselten anschließend wieder ihre Besitzer.

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ARZ vom 14.September 2006

Behinderungen wird es ab Montag keine geben

Arbeiten an der Oberdorfhalle stören Schulbetrieb nicht / Leichte Verzögerung

Die Bauarbeiten an der Sporthalle Oberdorf werden den Sportunterricht bei Schulbeginn nicht beeinträchtigen. Man habe zügig arbeiten können, versichert der Bauherr: Wenn auch nicht ganz so schnell, wie gewünscht.

Von Kay Wagner, ARZ

Oberkirch. Es ging zügig, aber nicht so zügig wie gewünscht. In gut zwei Monaten ist neben der Außenmauer der Sporthalle Oberdorf auf dem Gelände des Hans-Furler-Gymnasiums ein zweistöckiger Bau entstanden. Ein neues Foyer für die Halle sowie ein Gymnastikraum soll er enthalten, wenn er fertig sein wird.
Noch ist dieser Tag aber nicht erreicht. "Es wird auch ein wenig länger dauern, als ursprünglich geplant", sagt Hans-Jürgen Ziegler, Vorsitzender des Turnvereins Oberkirch (TVO), der Bauherr des Sporthallenanbaus ist. Die Verzögerung sei vor allem auf die Sommerferien der Handwerksbetriebe zurückzuführen. "Das hat die ganzen Prozesse der Ausschreibung und der Auftragsannahme verlängert", erläutert Ziegler. Außerdem hätten nicht immer alle Betriebe sofort mit den Arbeiten beginnen können. Die Auslastung der Oberkircher Handwerker, so Ziegler, sei enorm.

Reibungsloser Ablauf
Dennoch ist er mit dem Erreichten zufrieden. Der Rohbau stehe, und bis zu Beginn des Schuljahres werde der Bau nach außen geschlossen, kommplett mit Dach und Fenstern. Zuzeit sei man dabei, die Installationen für die Heizung und die Wasserzufuhr einzurichten. Einem reibungslosen Ablauf des Schulsportbetriebs stehe der noch nicht vollendete Neubau nicht im Wege. "Es wird keine Behinderungen geben", beteuert Ziegler.
Es bleiben dann die Arbeiten im Innern des Hallenanbaus weiter zu führen. Die Dachisolation, der Innenputz, Bodenbelag, Türen. Alles in allem zu viel um für den ersten Spieltag der neuen Handballsaison schon fertig zu sein. "Das war mein ürsprüngliches Ziel, am ersten Spieltag, dem 23.September, die Zuschauer durch den neuen Eingangsbereich, den der Anbau für die Halle bietet, führen zu können", sagt Ziegler.
Dass es damit jetzt noch nichts wird, ist für den TVO-Vorsitzenden kein Beinbruch. Dann müssen die Zuschauer eben über den Westeingang in die Halle kommen. Für das große Nikolausturnen, zu dem der Verein rund 600 Kinder und ebenso viele Erwachsene am ersten Dezemberwochenende erwartet, sei die neue Halle sicher mit all ihren Installationen voll funktionsfähig.

100 Prozent Oberkirch
Den kalkulierten finanziellen Rahmen habe man bei den Baumaßnahmen einhalten können. Der Betrag von 267 000 Euro werde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht überschritten.
Grund hierfür sei auch das Entgegenkommen vieler Firmen, die Ziegler mit Baumaßnahmen beauftragen konnte. Alles Oberkircher Firmen, wie er betont. Wodurch der Anbau der Oberdorfhalle komplett zu einer neuen Halle von Oberkirchern für Oberkircher werden wird.


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ARZ vom 8./9.April 2006

Neuer Anbau am HFG?

Ziegler stellt Konzept für zweiteilige Gymnastik- und Bewegungshalle vor

Hans-Jürgen Ziegler geht in die Offensive. Der fraktionslose Gemeinderat, zugleich Vorsitzender des Turnvereins Oberkirch, hat ein Konzept für eine zweite Erweiterung der Oberdorfhalle am Hans-Furler-Gymnasium vorgestellt.

Von Rüdiger Knie

Oberkirch. „Das eine tun aber das andere nicht lassen“, spricht sich Stadtrat Hans-Jürgen Ziegler gegenüber der Acher-Rench-Zeitung mit Blick auf eine anstehende Sanierung oder einen Neubau der Schwarzwaldhalle an der August-Ganther-Schule für eine vorgezogene, zweite Erweiterung der Oberdorfhalle aus. Bereits in diesem Jahr wird in einem ersten Schritt ein Foyer und ein 80 Quadratmeter großer Gymnastikraum angebaut (wir berichteten).
Für Ziegler nicht genug, um den vorhandenen Platzbedarf von Schülern und Sport treibenden Vereinsmitgliedern zu decken. Der Anbau im Oberdorf, eine zweiteilige Gymnastik- und Bewegungshalle, könnte nach Einschätzung Zieglers für rund 700 000 Euro gebaut werden. Eine mögliche Planung hat er von einem Architekturbüro bereits erstellen lassen. Die Sanitäranlagen der bestehenden Halle könnten dabei mitbenutzt werden.
Auch Oberbürgermeister Matthias Braun räumte ein, dass „solche möglichen Synergien keine unwesentliche Rolle spielen werden“ bei der noch in diesem Jahr im Gemeinderat anstehenden Diskussion um Hallenkapazitäten. - belegungen und Kosten für die Sanierung des Bestands. Doch der OB warnt zugleich, vor Beginn dieser Diskussion einzelne Wünsche rauszugreifen, wie Ziegler dies tue. „Zunächst brauchen wir eine Gesamtkonzeption“. Braun rechnet aber damit, dass der Gemeinderat noch in diesem Jahr, während der Klausurtagung im Herbst Beschlüsse zum Thema „Hallen in Oberkirch“ fassen wird. „Erst dann stellt sich die Frage nach den Wie und Wo einer neuen Halle oder eines Anbaus“. Für diese Debatte hat Ziegler mit seinem Vorstoß schon jetzt reichlich Diskussionsstoff geliefert.

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Ein Hecht im Hallen-Haifischbecken

Ziegler schlägt zweiten Anbau für Oberdorfhalle vor / Möglicher Veranstaltungsort für Vereine aus Bottenau und Hesselbach

Nachdem der Gemeinderat die Mittel für eine erste Erweiterung der Oberdorfhalle bewilligt hat (wir berichteten), strebt Hans-Jürgen Ziegler jetzt einen zweiten Anbau an. Sein Vorschlag: eine zweiteilige Gymnastik- und Bewegungshalle. Mit einem Parkettboden ausgestattet, könnte diese auch für Veranstaltungen genutzt werden.

Von Rüdiger Knie

Oberkirch. Das Thema Hallen steht in diesem Jahr auf der Tagesordnung von Verwaltung und Gemeinderat ganz oben. „Es wird ein zentrales Thema der Gemeinderatsklausur im Herbst werden, möglicherweise sogar das Hauptthema“, erklärte OB Matthias Braun gegenüber der Acher-Rench-Zeitung.
Für Gemeinderat Hans-Jürgen Ziegler, zugleich Vorsitzender des Turnvereins Oberkirch, ist das Thema Hallen seit Jahren ein zentrales Thema. Nachdem noch in diesem Jahr ein kleinerer Anbau mit Foyer und einem 80 Quadratmeter großen Gymnastikraum gebaut wird, plant der 65-Jährige für die Sporthalle einen weiteren Bauabschnitt: eine zweiteilige Gymnastik- und Bewegungshalle. „Dieser Anbau wäre innerhalb kürzester Zeit zu realisieren“. Der erste Bauabschnitt ist so geplant, dass die Erweiterung möglich wäre.
Zieger weiß um das Politikum Hallen in Oberkirch: Immer wieder werden Rufe nach einer Halle in Bottenau laut, das alte Schulgebäude in Hesselbach, das für Veranstaltungen genutzt wird, ist sanierungsbedürftig.
Hier schlägt Ziegler eine Lösung vor, die für Diskussionsstoff sorgen dürfte. Wenn wir den Anbau mit einem Parkettboden ausstatten, könnte er auch für Veranstaltungen von Vereinen aus beiden Ortsteilen genutzt werden. „Wegen der räumlichen Nähe sei das im Prinzip kein Problem. „Aufgrund der örtlichen Geographie steigen Bottenauer und Hesselbacher ohnehin ins Auto, wenn sie zu einer Veranstaltung in den Ort fahren. „deshalb hält Ziegler die Fahrt ins Oberdorf für zumutbar.

Noch ein Politikum
Nächstes Politikum: Die Schwarzwaldhalle, Turnhalle der August-Ganther-Schule, ist in die Jahre gekommen. Bürgermeister Matthias Braun denkt noch über eine Sanierung nach, Ziegler hält dies bereits für rausgeworfenes Geld. „Jeder Euro, den ich zur Sanierung in die alte Halle stecke ist unnötig“. Dies hätten ihm die Bauexperten bestätigt. Die zweiteilige Halle gehöre ersetzt. Dazu bedürfe es aber zunächst einmal eines schlüssigen Ganztagsschulkonzeptes für die Hauptschule und des Einsatzes von erheblich mehr Geld. Mit 3 bis 3,5 Millionen Euro veranschlagt Ziegler einen zweiteiligen Neubau. Ein Nachteil neben den hohen Kosten: „Es gibt dann zwar einen neue Halle, aber in der Kernstadt insgesamt nicht mehr Platz“. Dies wäre nur möglich, wenn man bei der Hauptschule eine dreiteilige Halle baut, die noch höhere Kosten verursacht. Nur dann bliebe Haupt- und Realschülern der bisherige Weg in die Oberdorfhalle erspart. „Das ist nicht bezahlbar“, sagt Ziegler.
Deshalb hat er eine erste Planung für den Anbau erstellen lassen (Rahmendaten im Infokasten). Ziegler veranschlagt Baukosten von 700 000 Euro, weil beispielsweise die vorhandenen Sanitäranlagen benutzt werden können. Abzüglich eines Landeszuschusses müsse die Stadt rund 550 000 Euro investieren.

Drei Sportstunden
Ziegler will mit der Klappe „Anbau“ noch weitere Fliegen schlagen: „Wir können für die Schüler der Kernstadt endlich genügend Sportstunden anbieten“. „Drei Stunden Sport pro Woche lautet die gesetzliche Vorgabe. In der August-Ganther-Schule sind es in einigen Klassen noch nicht einmal zwei Stunden. Pro Woche.“ Der Gymnastikraum, der im ersten Erweiterungsabschnitt an die Oberdorfhalle gebaut werde, bringe für den Schulsport keine Entlastung. „Da passen keine Klassen rein“. Mehr Platz gäbe es auch für Betreuungsprogramme bei Ganztagsunterricht.
Und da kommt Ziegler auf eines seiner Lieblingsthemen: „Nahezu die Hälfte aller Kinder hat schon Bewegungsdefizite. Zwischenzeitlich sind wir so weit, dass die Kinderärzte Bewegung verordnen, Stichwort Adipositas-Kinder, und die Krankenkassen bezahlen das.“ Deshalb fordert Ziegler in der Kernstadt, in der nach seiner Meinung die Hallenkapazitäten ausgeschöpft seien, mehr Bewegungsräume. Dazu benötige man keine teuren Sportgeräte. „Wir können die reinen Sporthallen entlasten und Sportarten wie Karate, Tischtennis oder Skigymnastik, die nur Bewegungsflächen brauchen, in den Anbau verlegen.“
Für Oberkirchs Oberbürgermeister kommt der Vorstoß Zieglers zum falschen Zeitpunkt: „Wir brauchen ein Gesamtkonzept für unsere Hallen. Die Frage nach dem Wo stellt sich derzeit nicht.“ Zunächst muss festgestellt werden, wie groß der Sanierungsbedarf in den bestehenden Hallen sei. „Da haben wir die Verpflichtung, den Bestand auf Vordermann zu bringen“.

Falscher Zeitpunkt
Braun hält es auch für möglich, die jetzige Hallenbelegung zu optimieren. Dazu könne auch der Sport am Nachmittag unterrichtet werden. „Wir wollen die Hallenbelegungspläne hinterfragen und schauen, wo eine sinnvolle Umorganisation möglich ist.“ Und da gelte es, gesamtstädtisch zu denken. Wenn alle Daten gesammelt seien, werde man sehen, wie viel Hallenkapazität noch fehle. „Erst dann mache es Sinn, über das Wie und Wo nachzudenken.“ Jetzt Einzelvorhaben oder Wünsche rauszugreifen hält Braun für verfrüht. Außerdem: „Mit jeder neuen Halle sind Unterhaltungskosten verbunden.“
Der Gemeinderat werde das Thema im Herbst diskutieren. Nach dem Willen Brauns sollen dort auch Beschlüsse gefasst werden. Denn Entscheidungsgremium sei der Gemeinderat und nicht Hans-Jürgen Ziegler. Dann sei noch Zeit, um für 2007 den 30-prozentigen Zuschuss des Landes aus dem Programm zur Förderung des Baus von kommunalen Sporthallen und Sportfreianlagen zu beantragen.

Fakten zum Anbau

Der Ziegler-Vorschlag – Rahmendaten für einen zweiten Anbau der Oberdorfhalle:
. Zweiteilige Bewegungs- und Gymnastikhalle: 30 (2x15) x 27 Meter groß, 5,50 Meter hoch (DIN-Norm).
. Nutzung der vorhandenen Sanitäreinrichtungen der Oberdorfhalle
. Parkettboden, damit die Halle auch für Veranstaltungen mit Straßenschuhen benutzt werden kann.
. Kosten: etwa 700 000 Euro, Zuschuss aus dem Sportstättenförderprogramm des Landes: etwa 150 000 Euro (30 Prozent der zuschussfähigen Kosten).


Kommentar
Von Rüdiger Knie

Wünschenswert

Ob Hans-Jürgen Ziegler mit seinem frühzeitigen Gang an die Öffentlichkeit seinem Projekt einen Bärendienst erwiesen hat, wird sich noch zeigen. Denn lieber spricht man in Oberkirch Entscheidungen hinter verschlossenen Türen ab. Schon deshalb sollte der mündige Bürger Ziegler zu dessen Vorstoß beglückwünschen, der jetzt eine breite Diskussion ermöglicht.
Doch auch wer Zieglers Vorschlag mit Abstand betrachtet, kommt nicht umhin, ihn für eine gute Idee zu halten. Ob man in Bottenau und Hesselbach souverän genug ist, sich mit dieser Lösung zu bescheiden, bleibt abzuwarten. Doch für alle Beteiligten könnte es der goldene Spatz in der Hand sein. Denn die Taube auf dem Dach, sprich eine Halle direkt in Ort, dürfte für Bottenau nicht greifbar sein.
Für gut eine halbe Million Euro wäre der Anbau im Oberdorf ein Schnäppchen für die Stadt, mit Schülern und Vereinen als Gewinnern. Und sicher lohnt die Mühe, sich nach privaten Finanzierungspartnern umzuschauen.
Dass eine Mehrheit im Gemeinderat Zieglers Vorschlag unterstützt, wäre für Schüler und Vereinssportler der Gesamtstadt wünschenswert.

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ARZ vom 3.April 2006

Turnverein in den Startlöchern

Mitglieder geben grünes Licht für Anbau an die Sporthalle Oberdorf / Solide Finanzierung

Mit einem einmütigen Votum stimmten die Mitglieder des Turnvereins Oberkirch auf der Jahreshauptversammlung, die am Freitag bei hervorragendem Besuch im Gasthof „Pflug“ stattfand, für die Erweiterung der Sporthalle Oberdorf durch einen Anbau. Vorausgegangen war ein leidenschaftliches Plädoyer des Vorsitzenden Hans-Jürgen Ziegler für eine Verbesserung der Hallensituation in Oberkirch.

Oberkirch.
Der Turnverein Oberkirch ist mit knapp 2400 Mitgliedern der größte Verein in der Renchtalmetropole. Weit über 1000 davon sind Jugendliche. 70 Übungsleiter und zahlreiche Helfer sind regelmäßig im Übungsbetrieb im ehrenamtlichen Einsatz.
Allerdings sind durch den knappen Hallenraum den weiteren Entwicklungsmöglichkeiten des TVO enge Grenzen gesetzt. Im Jugendbereich besehen nach wie vor Wartelisten, was laut Vorstand Hans-Jürgen Ziegler zu deutlichem Unmut der Eltern führt. Dazu kommt, dass in der kinderaktiven zeit, dem Spätnachmittag, während der Woche wegen Studiums und Beruf nur bedingt Übungsleiter zur Verfügung stehen.
„Kürzlich wurde das lange angekündigte Hallenmanagement der Stadt Oberkirch dem Gemeinderat vorgestellt.“, führte Ziegler aus. Es habe gezeigt, was der TVO schon seit langem leidvoll wisse, nämlich dass es in der Kernstadt keine Viertelstunde freien Hallenraum gebe, während in den Ortschaften die Hallen tagsüber mitunter leer stünden.
An den Oberkircher Schulen werde seit Jahren gegen die gesetzliche Regelung von mindestens drei Sportstunden wöchentlich verstoßen, so Ziegler. Diesen Bewegungsmangel sollen die Vereine aufhalten, doch wann, wie und wo sage keiner. Stattdessen würden Kinderärzte ihren Patienten Bewegung verordnen – auf Kosten der Krankenkasse.

Orginal Ansprache siehe Veranstaltungen - Jahreshauptversammlung.


Gymnastikraum
„Nachdem die Diskussion um eine Verbesserung der Situation seit Jahren ohne Ergebnis im Kreis geführt wird, habe ich das Projekt forciert“, betonte Ziegler, der anhand von Plänen einen möglichen Anbau an die Oberdorfer Sporthalle vorstellte. Damit könne man einen zusätzlichen Gymnastikraum mit einer Größe von 80 Quadratmetern sowie verschiedene Nebenräume schaffen, mit denen auch die Bewirtungssituation mit Getränken und Snacks verbessert werden könne. Die Umkleideräume und Sanitäreinrichtungen seien in der bisherigen halle vorhanden, da brauche man keine neuen einzurichten.
„Ein genehmigter Bauantrag, die Baufreigabe und die Mittelzusage des Badischen Sportbundes liegen bereits vor“, gab Ziegler bekannt. Theoretisch könnte man daher bereits nächste Woche loslegen. Um jedoch die Schulen sowie den Sportbetrieb nicht zu beeinträchtigen, müsse man die Sommerferien als Bauzeit auswählen.
Zur Finanzierung des Hallenanbaus, der auf 267 000 Euro errechnet ist, werde der Verein 30 Prozent, das sind 80 000 Euro beisteuern, sagte Ziegler. Das Geld komme aus den Mitgliedsbeiträgen und möglichen Eigenleistungen, so dass der Turnverein keineswegs in die Schuldenfalle tappe. Alles sei seriös finanziert, wobei auch die Stadt und der Sportbund ihren Beitrag leisten.
Im Rahmen seiner Ausführungen erteilte Ziegler den Plänen für einen Halleneubau in Bottenau und Hesselbach eine klare Absage, weil sie mit jeweils drei Millionen Euro nichtbezahlbar seien. Hier erwarte er von der Stadt mehr Ehrlichkeit gegenüber den Ortschaften.
Ziegler sprach auch seine Rolle im Gemeinderat an, wo er wegen Befangenheit öfter vor die Tür müsste. „Wenn es etwas hilft, mache ich das gern“, schmunzelt er. Sein Plädoyer hatte Erfolg. Die Versammlung sprach sich einstimmig für den Anbau an die Oberdorfhalle aus.
Ziegler hat aber auch die alte Turnhalle an der Schwarzwaldstraße im Visier. „Jeder Euro, den ich in diese Halle stecke, ist unnütz. Sie gehört durch eine neue Halle ersetzt und zwar bald“, betonte er.

Download als pdf-Dokument  - Orginal Zeitungsartikel -

Alte "Kämpen" ins zweite Glied

Beim Turnverein bahnt sich ein Generationswechsel an / Zahlreiche Mitglieder für Treue geehrt

Der Turnverein Oberkirch strotzt vor Aktivitäten. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Pflug" sichtbar. Sie war nicht nur bestens besucht, sondern mit über dreistündiger Dauer auch extrem lang. Der Grund mag die geplante Erweiterung der Oberdorfsporthalle gewesen sein (siehe Bericht auf Seite 1)

Oberkirch
Der Turnverein steckt ein weites Bewegungsfeld ab.Das wurde bei der Jahreshauptversammlung deutlich, als die fachwarte das vergangene Jahr in Erinnerung riefen und von der Tätigkeit ihrer Truppe sowie von den Höhepunkten und den Erfolgen, aber auch von Flauten berichteten.Für die Turner tat dies Oberturnwart Karl Huber, für den Bereich "Gymnastik & Tanz" Nadine Ziegler, für die Leichtathletik Werner Maier und für den Volleyball Uwe Größl. Über die Basketball-Abteilung, die als internationale Truppe besticht, berichtete Johannes Brussig und über den Handball Harald Kofler.
Vorsitzender hans-Jürgen Ziegler fügte eine Gesamtschau an, wobei er auf die viel besuchte Internetseite ww.turnverein-oberkirch.de sowie auf die Turnerpost und die gelungene Turnerfasent einging. Den Kassenbericht trug Jörg Faller vor. "Es hat auch in diesem Jahr wieder gereicht", resümierte er.
Bei den anfälligen Neuwahlen deutete sich ein Generationswechsel an. Mancher alte "Kämpe" stellte sein Amt zur Verfügung.


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Ehrung ür langjährige Treue 50 und 65 Jahre
Ehrung ür langjährige Treue 50 und 65 Jahre

TVO-Verdienstmedaille
Dies betraf Vorstandsmitglied Ruth Manser, Kassier Jörg Faller, Handball-Abteilungsleiter Joachim Bosch sowie Leichtathletik-Abteilungsleiter Werner "Migger" Maier. Sie wurden mit Dank, teilweise auch mit der TVO-Verdiensmedaille verabschiedet. Letztere erhielt auch Harry Dreja, der sich im Handballbereich engagiert. Und so sieht der neue Vorstand aus: Vorsitzender bleibt Hans-Jürgen Ziegler, zweiter Vorsitzender: Thomas Zink; Oberturnwart: Karl Huber; Kassenwart: Udo Flöthmann; Jugend´wart: Christian Ganter; Dazu kommen Bernd Harter, Harald Fies und Schriftführerin Silke Faller. Unterstützt wird der Vorstand durch ein breit gefächerten Turnrat.
Die Grüße der Stadt und die Anerkennung der Arbeit des Turnvereins überbrachte Stadtrat Hans-Jürgen Kiefer. Einen breiten Raum nahm die Ehrung langjähriger Mitglieder ein, davon alleine 28 Mitglieder für 25-jährige Treue. Seit 40 Jahren sind dabei: Hans-Michael Burow, Josef Busam, Gerti Hättig, Werner Maier, Helmut Schmalz und Bruno Schmieder. 50 Jahre: Ursula Mehrtens, Gretel Vogt, Fritz Weis, Karl-Walter Ziegler. 65 Jahre: Erich Graf und Franz Huber.

Höherer Beitrag
Im Rahmen der Versammlung stimmten die Mitglieder auch einer Beitragserhöhung ab 2007 für Jugendliche und Erwachsene um fünf Euro auf 27/30 Euro jährlich zu. Unberührt davon bleibt der Beitrag für die passiven Mitglieder sowie für Familienmitgliedschaften.

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ARZ vom 12.01.2006

Hallenanbau beginnt wohl im Herbst

Stadt will Gemeinderat vorschlagen, geplante Maßnahme auf zwei Haushaltsjahre zu verteilen.
Trotz angespannter Haushaltslage will die Stadt Oberkirch den geplanten Anbau an die Oberdorfhalle beim Gymnasium realisieren. Am Montag fällt der Gemeinderat die Entscheidung.


Von: Rüdiger Keller

Oberkirch. »Wir werden dem Gemeinderat die Erweiterung der Sporthalle vorschlagen.« Oberbürgermeister Matthias Braun ist zuversichtlich, dass der städtische Haushalt die Kosten für die Maßnahme noch schultern kann. Zwar komme die Stadt auch dieses Jahr nicht um eine Neuverschuldung herum, doch sei man schon jetzt optimistisch, den Haushaltsansatz bei der Gewerbesteuer (8,5 Millionen Euro) 2006 übertreffen zu können. Damit werde die geplante Neuverschuldung (sie liegt bei rund 1,5 Millionen Euro) dann wieder entsprechend gesenkt.
Der Optimismus des Verwaltungschefs ist durchaus begründet. Schon im vergangenen Jahr flossen über neun Millionen Euro durch Gewerbesteuerzahler an die Stadt. Die Konjunkturaussichten lassen also durchaus die Hoffnung zu, dass diese Höhe erneut erreicht oder gar übertroffen werden kann. Die Haushaltsstrukturkommission der Kernstadt ist sich jedenfalls einig darüber, dass die Anbaukosten zumindest teilweise noch im Etat des laufenden Jahres Berücksichtigung finden sollten. Möglich sei ja auch, das Vorhaben auf zwei Haushaltsjahre zu verteilen, um die finanzielle Situation etwas zu entspannen. So will es die Stadt dem Rat empfehlen.
»Brauchen Kapazitäten«
Eine erste Kostenschätzung taxiert das Projekt auf gut 265.000 Euro. 80.000 Euro könnten der Turnverein Oberkirch, der als Bauträger auftritt, 34.000 Euro der Badische Sportbund zuschießen. Die Stadt geht nach derzeitigen Stand von einer Beteiligung in Höhe von rund 160.000 Euro aus. Dafür entsteht im Obergeschoss des Anbaus ein 90 Quadratmeter großer Gymnastiksaal und eine kleinere Fläche für Sportgeräte. Im unteren Bereich ist ein Foyer geplant, das in der Halle bislang ohnehin gefehlt hat, ein Schulungsraum für Trainer und Betreuer sowie eine Teeküche (wir berichteten). Der Bau soll in jedem Fall so konzipiert werden, dass sich Stadt und Turnverein die Möglichkeit einer Erweiterung auch für die Zukunft offen halten.
Kein Zweifel ließ der OB an der Notwendigkeit des geplanten Anbaus: »Wir brauchen in Oberkirch Hallenkapazitäten.«

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ARZ vom 13.August 2005

Denken in die gleiche Richtung

In der Sporthalle Oberdorf wird der Platz knapp / Ausbesserungsarbeiten beheben einige Mängel

Die Sporthalle Oberdorf wird möglicherweise erweitert. Der Stadt Oberkirch liegt ein Planentwurf vor, der vom Turnverein Oberkirch in Auftrag gegeben wurde. Derzeit wird er vom Stadtbauamt geprüft.

Von Karsten Bosch

Oberkirch. „Es wäre gut, wenn die Maßnahme schon in den Haushalt 2006 aufgenommen wird.“ Der TVO-Vorsitzende hofft auf Verbesserungen in der Hallenkapazität binnen kurzer Zeit. Denn nicht nur beim größten Oberkircher Verein, sondern auch bei den anderen Hallenutzern herrscht Raumknappheit. Der TVO-Entwurf sieht zwei Anbauten an der Ostseite der Halle vor. Beim einen handelt es sich um ein Foyer, das dem Treppenhaus vorgelagert ist. Im zweiten Stock werden ein Schulungsraum und ein Lagerraum vorgeschlagen.
Der zweite Anbau wäre eine zweiteilbare Gymnastikhalle, in der nach Zieglers Ansicht ein großer Teil des Schulsports absolviert und natürlich geeignete Sportarten ausgeübt werden könnten. „Dann wäre die große Halle für den Ballsport frei. Zudem hätte man zusätzlichen Lagerraum. „Ziegler betont: „Das ist keine Pro-TVO-Lösung, sondern eine, die allen Nutzern zu Gute kommt.“

Offene Ohren
Wichtig für den TVO-Chef der Anbau vor allen deshalb, weil die Sporthalle Oberdorf die einzige in der Gemeinde ist, die sich für Veranstaltungen eignet. Man hätte laut Ziegler schon große Meisterschaften in Oberkirch sehen können, wenn die Voraussetzungen an der Rench besser wären. Beim Oberkircher Stadtbauamt stößt Ziegler durchaus auf offene Ohren. Stadtbaumeister Peter Bercher „kann den Bedarf nachvollziehen“ und sagt: „Unsere Gedanken gingen in ähnliche Richtungen.“
Der Vorschlag wird also ernst genommen. So ernst, dass man im Stadtbauamt derzeit noch eine Alternative ausarbeitet, die komplett ebenerdig läge. Bercher: „Das ist normalerweise billiger zu realisieren. „Zur Zeitschiene mag sich der Stadtbaumeister natürlich nicht äußern. Er kann sich allerdings vorstellen, dass die Entwürfe im Vorfeld der Haushaltsberatungen nicht öffentlich im Bauausschuss diskutiert werden.
Doch ganz abgesehen von Anbauten und Neuerungen: Ein ungetrübtes Vergnügen war es schon einige Zeit nicht mehr, in der in die Jahre gekommenen Sporthalle Oberdorf dem Sport zu frönen. Schon eine kleine Ewigkeit lang klagen die Übungsleiter wie Sportler über den Gestank in der Halle. Und es kam auch schon mal vor, dass eine Maus unfreiwillig an den Übungsstunden teilnahm und später hinter der Wandverblendung verschwand.
Doch wie es heißt, können die Sportler buchstäblich aufatmen. Die Ursache des Gestanks sei geortet, so Ziegler, und vor allem – beseitigt. Ein bislang fehlender Siphon im Putzraum wurde nun eingebaut. Und wer kurz vor den Ferien in der Halle war, der konnte sehen, dass die untere Wandverkleidung abmontiert und Mausefallen aufgebaut waren. Den kleinen Nagern passierte, nachdem die Falle zugeschnappt hatte, übrigens nichts – es waren Lebendfallen.

Elegantes Grau
Nicht nur für die Nase, sondern auch für die Augen der Hallennutzer wurde etwas getan. Beide Treppentürme inklusive Geländer präsentieren sich seit neuestem in „elegantem Grau“, wie es Hans-Jürgen Ziegler ausdrückt.
Die Platten unter der Fensterfront im Gymnastikraum erhielten die Farbe der gegenüberliegenden Wand. Für diese und weitere Malerarbeiten wurden 5000 Euro eingeplant, weitere 2500 für Sanierung in den Duschen. Peter Bercher: „Hier handelt es sich um nur um punktuelle Maßnahmen, vornehmlich an der Installation.“
Bleiben noch zwei Baustellen, die dem Bereich der Hygiene zuzuordnen sind. Im Mädchen-WC sind seit dem Bau der Halle zwei Wände nicht gefliest und sehen dementsprechend aus. Und die Toilettensitze in den WC´s bei den Duschräumen sind laut Ziegler „in einem katastrophalen hygienischen Zustand“.
In Sachen Fliesen wird man, so Peter Bercher, abwarten bis die bisherigen Maßnahmen abgerechnet sind und sehen, ob noch Geld übrig ist. Bei den Toiletten geht man üblicherweise nur bei „massiven Defekten“ an die Erneuerung.
Bercher: „Es ist einfach kein Geld da.“ An Stellen, wo Optik und Hygiene massiv beeinträchtigt sind, werde man indes versuchen, ebenfalls auszutauschen.



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ARZ vom 25.04.2005

Krebspatientinnen doppelt kräftigen

TV Oberkirch bietet Gruppe „Sport trotz Krebs“ an / Übungsleiterin Gerti Hättig will durch Spaß und Spiel helfen

In einer Sportgruppe will der Turnverein Oberkirch Krebspatientinnen neue Kraft geben. Übungsleiterin Gerti Hättig hält ab Juni den Kurs „Sport trotz Krebs“.
Oberkirch.
Weit mehr als Körperertüchtigung will Gerti Hättig in ihren Übungsstunde für Krebspatientinnen bieten. „Wir wollen etwas fürs Seelenheil bewirken, damit die Leute aus ihrem psychischen Loch herauskommen“, sagt die Übungsleiterin des Turnvereins Oberkirch (TVO).
Ab 1. Juni leitet die Gesundheitsbeauftragte des Ortenauer Turngaus im Oberkircher Casino jeden Mittwoch ab 10 Uhr eine Stund lang die Gruppe „Sport trotz Krebs“. Individalität steht im Vordergrund. „Wir müssen die Gymnastik genau dosieren“, sagt Gerti Hättig, damit die an Brust- oder anderem Krebs erkrankten Frauen nicht überlastet werden.
Die nötigen Erfahrungen dafür hat Gerti Hättig gemeinsam mit Nadine Ziegler, Sport- und Gymnastiklehrerin und ebenfalls Übungsleiterin beim TVO, bei einem Kurs in einer Nordracher Krebsklinik gesammelt. „Wenn man acht Tage in der Krebsklinik ist, wird man sensibilisiert“, sagt Gerti Hättig leise. Beim Anblick von jungen Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren, seien ihr die Tränen gekommen.
Zum Seminar gehörten auch 14 Stunden Psychologie, weshalb sich Hättig nicht nur als Sportlehrerin, sondern auch als seelischer Beistand sieht. Medizinisch wird sie von einer Fachärztin unterstützt, die zwar nicht mitturnt, aber jederzeit telefonisch erreichbar ist.
Die Idee des TVO ist in der Ortenau nicht neu, in Achern besteht laut Hättig bereits seit über zehn Jahren eine ähnliche Gruppe. Die ehemalige Sportlehrerin fand erst nach ihrer Pensionierung die zeit, den nötigen Kurs und die staatliche Prüfung für die Arbeit mit Krebskranken zu absolvieren. „Das Seminar wurde nie in den Ferien angeboten“, begründet sie.
Schmerz vertreiben
In ihrem eigenen Kurs steht nicht nur Gymnastik zur Entspannung, Training von Herz und Kreislauf sowie Kräftigung von Schultern, Brust- und Beckenmuskulatur im Vordergrund, sondern auch Spiele und Spaß. Wissenschaftliche Arbeiten hätten gezeigt, „dass Krebspatientinnen ihre Schmerzen nicht mehr spüren, wenn sie spielen“, betont Gerti Hättig.
Den Spaß will sie an bis zu zwölf Frauen vermitteln. Ob diese sich gerade in der Chemotherapie befinden oder ihre Krankheit seit vier Jahren überwunden hätten, sei zweitrangig. Die Krankenkasse kommt für die Kosten auf.
Der Turnverein Oberkirch erhält zudem vom Badischen Sportbund einen höheren Zuschuss für die Übungsleiter, die mit Krebskranken arbeiten. Aus versicherungstechnischen Gründen sollten die Teilnehmerinnen Mitglied im TVO sein, meint Hättig.
Für die Zukunft hält sie es je nach Nachfrage auch für denkbar, eine Männergruppe anzubieten. Ein nächster Schritt wäre dann, so die Sportlehrerin, eine Krebsselbsthilfegruppe zu gründen, „denn die gibt es in Oberkirch bisher nicht“.

Sport trotz Krebs
Anmeldungen für den Kurs „Sport trotz Krebs“, der 50 Stunden umfasst, sind bei gerti Hättig, Fuchsmattstraße 18, 77704 Oberkirch (07802/2693) möglich.


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ARZ vom 21.März 2005

Politiker an Versprechen messen

TVO-Chef Hans-Jürgen Ziegler redet bei der Generalversammlung Tacheles / Preis für Christel Strohmaier

Als sehr aktiver Verein mit einer Vielzahl von Angeboten für alle Altersgruppen präsentierte sich der mitgliederstärkste Verein der Gesamtstadt, der TV 1861 Oberkirch e.V. am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof"Pflug".

Oberkirch.
Die Berichte der einzelnen Abteilungen drückten der Generalversammlung des Turnvereins Oberkirch den Stempel auf. Oberturnwart Karl Huber berichtete von den Aktivitäten der Leistungs- und Nachwuchsgruppen, von Gauwettkämpfen und Meisterschaften, wobei der 1.Platz von sebastian Busam bei den Badischen Mehrkampfneisterschaften im Jugend-Sechskampf ebenso herausgestellt wurde wie sein 9.Rang bei den deutschen Meisterschaften. Schöne Erfolge gab es beim Gauschülerturnfest in Kappelrodeck und bei den Wettkämpfen in der Ortenauer Turnliga. Am Deutschen Turnfest im Mai wird sich der TV Oberkirch mit 57 Athleten beteiligen.
Für Nadine Ziegler legte Ruth Manser den Bericht der Abteilung Gymnastik und Tanz vor: Sie berichtete von neuen Übungsleiterinnen, der Mitwirkung an Vereinsveranstaltungen sowie vom Sommerfest. Peter Stolla eröffnete seinen Bericht mit dem Rückblick auf die Baden-Württembergischen Meisterschaften der Leichtathleten, die vom TVO sehr erfolgreich ausgerichtet wurden. Vom Fachverband gab es Anfragen, ob Oberkirch weitere Großveranstaltungen durchgeführt werden könnten. Viel Lob gab es auch für die hervorragenden Anlage in der Renchtalmetropole. Zahlen zur Teilnahme an Wettbewerben und Hinweise auf Erfolge rundeten den Bericht ab.
Uwe Größl machte für die Volleyballgruppe deutlich, dass derzeit noch sieben von zehn Mannschaften um den Klassenerhalt kämpfen und und dass die Jugendarbeit erfolgreich sei. Viel Interesse und Zulauf findet die Abteilung Basketball, wie Jo Brussig in seinem Bericht hervorhob, die gelebte Integration, wie sie als selbstverständlich gepflegt werde, stellte er ebenso heraus wie die Beteiligung an den Vereinsveranstaltungen.


Gute Jugendarbeit

Für den handball verwies Jochen Bosch auf die gute Trainingsarbeit, die nach dem einjährigen Gastspiel in der Bezirksklasse den sofortigen Wiederaufstieg realistisch erscheinen lässt. Als Trainer für die neue saison nannte er Norbert Angrick, auch die gute Jugendarbeit wurde herausgestellt.
"Die Jugendarbeit im TVO stimmt, die Ergebnisse machen Mut und motivieren für die tägliche Vereinsarbeit", fasste der TVO Vorsitzende Hans-Jürgen Ziegler zusammen und machte deutlich, dass im TV 1861 Oberkirch zwischen 60 und 70 Übungsleiter ehrenamtlich im Einsatz sind.


Kritik an Kürzungen

Kritische Anmerkungen galten den erneuten Kürzungen im Landeshaushalt, gegen den sich der Verband und das Aktionsbündnis VereinspowerNET zur Wehr setzt. "Wir werden die Politiker weiterhin an ihren Versprechungen messen", betonte er im Hinblick auf den Kompromiss, mit dem man nicht zufrieden sein könne, beispielsweise im Hinblick auf den Antragsstau beim Sportstättenbau. Derzeit stagnieren die Mitgliederzahlen beim TVO, weil der Verein durch den knappen Hallenraum an die Grenzen des Machbaren gestoßen sei, im Jugendbereich gebe es weiterhin Wartelisten.
Die Kürzungen in der Sportförderung hätten auch beim TVO Spuren hinterlassen, wie Jörg Faller in seinem Kassenbericht deutlich machte.
Obwohl außer den Kassenprüfern Wolfgang Kofler und Wolfgang Zillgith, die zusammen mit Helmut Schmalz im Amt bestätigt wurden, keine Neuwahlen anstanden, berichtete Hans-Jürgen Ziegler von einer Änderung im Turnrat. Nach 40 Jahren trat Josef Dörflinger als Altersturnwart zurück und wurde mit einem Geschenk verabschiedet. Bis zur nächsten Generalversammlung wird Klaus Bentrup kommisarisch als Altersturnwart aktiv sein.
Auch in diesem Jahr wurde der Ehrenschild des TVO für herausragendes Engagement im Verein vergeben: Er ging diesmal an Christel Strohmaier, Übungsleiterin bei den Geräteturnerinnen. Nachdem der bisherige Wanderpokal keinen Platz für weitere Namen mehr hat, wird derzeit ein moderner Entwurf gefertigt, der in Zukunft wieder die Namen der Träger des Ehrenschildes aufnehmen wird.

Bürgermeister Franz Müller war beeindruckt von der vielfältigen Vereinsarbeit im TVO. "Es gibt hier ein vielschichtiges Freizeitangebot mit Aktivitäten für alle Altersgruppen", betonte er und stellte die intensive Jugendarbeit besonders heraus. In Anerkennung der Leistungen habe es in der Verwaltung und Gemeinderat auch in Zeiten knapper Kassen keine Absicht zur Kürzung der Vereinszuschüsse gegeben.


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ARZ vom 22.März 2004

„Das ist ein unhaltbarer Zustand“

Turnverein Oberkirch steht vor großen Herausforderungen / Mitgliedsbeiträge um zwei Euro erhöht.

Wahlen und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Turnvereins Oberkirch. Die Freude über sportliche Erfolge wurde von Problemen überschattet: Die Basketballer suchen nach Spielern, die Beiträge müssen erhöht werden und bei der Hallendiskussion zeichnet sich nach wie vor keine Lösung ab.

Oberkirch.
Über ahnsehnliche sportliche Leistungen, eine erfolgreiche Jugendarbeit und über ein reges Vereinsleben freute sich der Turnverein Oberkirch bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Hotel-Gasthof „Pflug“. So schaffte der erste Mannschaft der Handballer den Aufstieg in die Landesliga, die Leichtathletikabteilung richtete die Baden-Württembergischen Meisterschaften im Renchtalstadion aus und fünf Turner nahmen erfolgreich am Landesturnfest in Villingen-Schwenningen teil.
Wie in jedem Jahr, so wurde auch 2003 die Turnerfasent vom Verein ausgerichtet, die Abteilung Gymnastik und Tanz veranstaltete im Stadtgarten ein Sommerfest und auch am Kindertag und beim Erdbeerfest war der TVO vertreten. 550 Kinder zeigten beim Nikolausturnen was sie alles gelernt hatten.

Personell schwere Zeit

Eine personell schwere Zeit steht nach dem guten Abschneiden der Herren in der Bezirksliga der Herren den Basketballern bevor, Gründe seien einige Abgänge, aber auch die Volleyballer haben einen Aufruf im Internet gestartet, um weitere Spieler für die Freizeitmannschaft zu finden. Ziel für beide Volleyballmannschaften sei der Aufstieg in die nächst höhere Liga.
„Wunde Punkte beim TVO bleiben der nach wie vor knappe Hallenraum, die unbefriedigenden Bewirtungsmöglichkeiten in der Halle des Hans-Furler-Gymnasiums bei Veranstaltungen, wie Nikolausturnen und Handball-Rundenspiele, und die Wartelisten im Jugendbereich“, so der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Ziegler in seinem Rückblick, „das ist ein unhaltbarer Zustand.“
Sorge bereiten ihm auch die Kürzungen des Sportetats. So gebe es zukünftig keine Bezuschussung von Sportmitteln mehr. Die finanzielle Lage des TVO sei zwar immer noch „okay“ – das bestätigte auch der Kassenbericht – dennoch wolle man die Beiträge moderat anheben. Die Versammlung beschloss eine Beitragserhöhung um zwei Euro für alle Mitglieder.
Einer der herausragendsten Punkte bei der Jahreshauptversammlung war eine außergewöhnliche Ehrung. „Er ist schon so lange Mitglied im Verein, so alt will ich im kommenden Jahr werden“, meinte Ziegler, der Franz Herzog für 65 Jahre Mitgliedschaft dankte. Die weiteren Ehrungen waren für 25, 40 und 50 Jahre (siehe Kasten) Treue zum Verein.

Verdienstmedaille

Die Verdienstmedaille des Turnvereins gab es für Brigitte Stolla, die zukünftig etwas kürzer treten wolle.
Nicht kürzer treten können die Vorstandsmitglieder, die zum Teil bestätigt oder neu gewählt wurden: Vorsitzender Hans-Jürgen Ziegler, zweiter Vorsitzender Thomas Zink, Oberturnwart Karl Huber, Kassenwart Jörg Faller, Jugendwart Christian Ganter, Frauenvertretung Ruth Manser, Leichtathletik Werner Maier, Handball Joachim Bosch, Geschäftsstelle Silke Faller und der Turnrat.


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Ehrungen

Der TVO ehrte im Rahmen der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder:
Seit 65 Jahren im TVO ist Franz Herzog,
seit 50 Jahren Walter Bitsch, Hansjörg Gmeiner, Gabi Krügel, Erich Müller, Siegfried Polauke, Klaus Rendler und Helmut Vogt,
seit 40 Jahren Rudolf Birk, Brunhilde Boeuf, Karl-Heinz Heppner, Erwin Lienhard, Walter Menzel, Theresia Müller, Irene Perino und Gerhard Wörner,
seit 25 Jahren Helga Basler, Werner Bayer, Jens Boeuf, Stefan Bosch, Ingrid Braun-König, Uta Erdrich, Christa Groß, Anna Haas, Helga Kiefer, Rainer Männle, Petra Mischall, Georg Panter, Thomas Panter, Bernd Peters, Erich Ruf, Ulrike Schneider, Josef Walz, Sieglinde Wehrmann, Sabine Wurth-Sester und Josef Zimmermann.

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ARZ vom 10.Dezember 2003

Nikolaus besuchte Turnkinder

TV Oberkirch verteilte 500 Päckchen / Ziegler mahnt Platzmangel in den Hallen an / Lange Wartelisten

Der Turnverein Oberkirch hatte am Sonntag zum Nikolausturnen eingeladen. Wie in jedem Jahr platzte die Sporthalle Oberdorf wieder einmal schier aus allen Nähten.

Oberkirch.
Alle Nachwuchsturner des Turnvereins waren sie gekommen und zeigten den anwesenden Eltern oder Großeltern in einem bunten Nachmittagsprogramm einen Querschnitt durch die wöchentlichen Sportstunden. Trotz des herrlichen Sonnenscheins bedauerten die vielen hundert Zuschauer nicht ihre Anwesenheit.

Wie in den Vorjahren nutze der 1. Vorsitzende Hans-Jürgen Ziegler die Gelegenheit, auf die unerträgliche Hallensituation, besonders in den Wintermonaten, hinzuweisen. „Wir können nicht so tun als ob uns das nichts mehr anginge nur weil Ihre Kinder in der glücklichen Lage sind, einen Platz in einer Sportgruppe gefunden zu haben“, so der Vorsitzende kämpferisch „während andere Kinder keine Chance erhalten Sport treiben zu können“. Oberkirch sei in einer landesweit einmaligen Situation, die auch bei überregionalen Sportfunktionären Erstaunen und Verwunderung auslöse. „Eine wie ich meine, unwürdige Situation auch für eine zukünftige Große Kreisstadt“, so Ziegler.
Da in diesen Tagen die neue „Turnerpost“ verteilt wird, wies der TVO-Chef besonders auf das Vorwort hin, in welchem, wie er ausführte „die einmalige Chance“ erläutert wird, die die Einführung des Gymnasiums als Ganztagsschule für alle bietet. .„Nachdem wir seit Jahren vergeblich auf diese Chance hinweisen, haben wir jetzt eigene Planentwürfe bei der Stadt eingereicht“.

Traditionell konnten die Kinder wieder ihre Programmpunkte ankündigen und manch kleiner Dreikäsehoch hatte mit seiner Ansage zu kämpfen. Auf eine Zeitreise entführten die Jazztanzgruppen von Sabrina Huber, Laura Schaub, Anne Braun und Jeanette Ketterer, bis anschließend die Nachwuchsturner der Leistungsgruppen gekonnte Vorführungen an Kasten, Balken und Trampolin darboten.

Die Mädchen des allgemeinen Turnens der 1. bis 4. Klasse betreut von Kathrin Braun und Alexandra Maier, waren als Wanderer aktiv, bevor dann Athletik und Circusluft die Manege Sporthalle durchzogen. Die kleinen Athleten der Kinderleichtathletik präsentierten ein abwechslungsreiches Programm während im zweiten Teil über 100 Kinder aus aktuellem Anlass neue Möglichkeiten erarbeiteten, um sich im Oberkircher Verkehrschaos zu bewegen.
Natürlich durfte auch die Handballjugend nicht fehlen, so zeigten die Jugendlichen der E- und D-Jugend mit ihren Trainern, Übungsteile aus ihrem wöchentlichen Trainingsprogramm und überbrückten so den Übergang zur „Kaffee-und-Kuchen-Pause“, denn Kuchen gab es in Hülle und Fülle, gespendet von den Müttern und auch Väter.

Neuer Gruppenbereich
Nach der Pause ging es nahtlos weiter mit Gruppenvorführungen mit Keulen, Stäben und bunten Tüchern von über 70 Mädchen der Gymnastikgruppen der Abteilung Gymnastik und Tanz. Sie wurde einstudiert von Janette Sommerau, Dennise Ehret, Julia Huber, Melanie Blender, Rebecca Ritter und Anne Braun. Ganzjährig trainieren über 100 Kinder in acht Gruppen im neuen Bereich der Gymnastik und Tanz. Gerade hier, so Ziegler, zeige sich der große Engpass der Hallenkapazitäten, so dass schon seit Jahren mit langen Wartelisten gearbeitet werden muss.
Beachtliche turnerische Leistungen zeigten die Mädchen und Buben der Leistungsriegen von Christel Strohmaier und Chrstian Männle beim Geräteturnen aus dem Wettkampfprogramm, bevor dann die Mädchen der Turngruppe Nußbach mit ihren Übungsleiterinnen Nicole, Katharina, Gabriele und Carina die Zuschauer in den „Nußbacher Urwald“ entführten.
Mit inzwischen acht großen Gruppen ist der Vorschulbereich der vier bis sechsjährigen Kinder ebenfalls seit langem von großen Engpässen der Hallen betroffen. Mit der Einrichtung von zusätzlichen Turngruppen in Ödsbach versucht der TVO diesem Missstand Herr zu werden. Den gelungenen Vorführungen war von diesen Problemen nichts anzumerken und langer Applaus belohnte die jugendlichen Sportler.
Natürlich nur Gutes hatte gegen Ende der Veranstaltung der Nikolaus aus den Turnstunden zu berichten, welcher wieder mit Knecht Ruprecht gegen Ende der Veranstaltung den Weg in die Oberkircher Sporthalle gefunden hatte. Über 500 Päckchen fanden anschließend ihre begeisterten Abnehmer.
Weitere Fotos gibt es im Internet unter www.turnverein-oberkirch.de.



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ARZ vom 24.März 2003

Knapper Hallenraum bleibt ein Problem


TV Oberkirch blickt auf vielfältige Jahresarbeit zurück / Leichter Rückgang der Mitgliederzahlen


Stadt und Turnverein Oberkirch wollen wegen der Raumnot in der Kernstadt nach einer gemeinsamen Lösung suchen. Dies wurde bei der Generalversammlung des größten Oberkircher Vereins in der „Oberen Linde“ bekannt. Erstmals verzeichnete der Verein einen leichten Rückgang der Mitgliederzahl.

Von Peter Meier

Oberkirch. Den Auftakt der Generalversammlung bildeten die Berichte aus den sechs Abteilungen. Für die Turnabteilung ging Oberturnwart Karl Huber auf das Deutsche Turnfest in Leipzig ein, an dem sich der TVO mit 33 Aktiven beteiligt hatte. Berichtet wurde auch vom Nikolausturnen im Dezember das 550 Kinder gestalteten und vor allem die Turnerfasent.
Auf der Sparte Gymnastik und Tanz ging Nadine Ziegler ein. Sehr erfolgreich war das Turnfest in der Realschule, das erneut veranstaltet werden soll. Die Jugendabteilung war bei einer Vielzahl städtischer Veranstaltungen dabei – vom Kindertag bis zum Erdbeerfest.
Von 170 Aktiven im wöchentlichen Training berichtete Werner Maier für die Leichtathleten. Als herausragend wurde die Qualifikation von Matthias Kimmig über 1000 Meter für die Süddeutsche Meisterschaft herausgestellt. Großen Anklang fand das erste Beach-Volleyballturnier, während die traditionellen Wettkämpfe wegen des Zustandes der Tartanbahn im Renchtal-Stadion nicht stattfinden konnten.
Die Volleyballer schnitten in Leipzig erfolgreich ab. Die Damenmannschaft hat Aufstiegschancen in ihrer Klasse.
Die Basketballer in der Spielgemeinschaft mit Renchen schlagen sich derzeit sehr achtbar, so Ben Dornis. Gut kam ein Jugendturnier auf dem Verkehrsübungsplatz beim Stadion an.
Hervorragend läuft es bei der Handball-Abteilung berichtete Jochen Bosch. Die erste Mannschaft steht vor dem Aufstieg in die Landesliga. Erstmals konnte das Turnier der Acher-Rench-Zeitung gewonnen werden. Wie gut die Jugendarbeit ist, zeigt sich daran, dass in der kommenden Saison A- und B-Jugend in der Oberliga spielen werden.

Unmut wegen Wartelisten
In seinem Bericht als 1. Vorsitzender griff Hans-Jürgen Ziegler einige der Aktivitäten auf. Knapp 70 ehrenamtliche und 35 lizenzierte Übungsleiter organisieren den Übungsbetrieb. Erstmals musste ein leichter Rückgang der Mitgliederzahlen vermeldet werden: Knapp 200 Abmeldungen standen 150 Neueintritten gegenüber. Nach wie vor zählt der TVO über 2000 Mitglieder, darunter 1070 Kinder und Jugendliche.
Nach wie vor sehe sich der Verein durch den knappen Hallenraum eingeschränkt, was sein Veranstaltungsangebot angeht. In fast allen Bereichen seien Wartelisten erforderlich, was bei den Betroffenen oft zu Unmut führe. Weiter ein Wunschprojekt: Ein seitlicher Anbau an die Sporthalle Oberdorf, um eine weitere Gymnastikhalle zur Verfügung zu haben. Der Hallenraum in Oberkirch reiche auch nicht aus um die vorgeschriebene 3. Sportstunde an Schulen anzubieten.

Mängel beseitigen

Sehr unzufrieden war Ziegler mit dem Zustand der Tartanbahn, die ausführende Firma müsse dringend vorhandene Mängel beseitigen, zumal Ende Mai mit der baden-württembergischen Meisterschaft eine hochkarätige Veranstaltung anstehe. Mit dem Bau der Flutlichtmasten für Platz 3 solle nach der Meisterschaft begonnen werden, außerdem hoffe er, dass der Dauerbrenner „Platzwart“ von der Stadt bald gelöst wird. Dass der TVO finanziell auf gesunden Füßen steht, zeigt der Kassenbericht, den Jörg Faller vorlegte.
Wie Ziegler bekannt gab, erhält Sylvia Trippensee, die im Vorschulbereich als ehrenamtliche Übungsleiterin aktiv ist, für ihre Leistungen das Ehrenschild des TVO. Blumen gab es für Brigitte Stolla wegen Organisation der Turnerfasent.
Bürgermeister-Stellvertreter Georg Wolf überbrachte den dank der Stadt. Trotz finanzieller Engpässe habe die Stadt an der Vereinsförderung festgehalten, betonte er. Die Raumnot, die Ziegler angesprochen habe, bleibe ein Thema. Hier müsse weiter gemeinsam nach Lösungen gesucht werden.

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- Veranstaltung und Bericht des 1.Vorsitzenden


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