 | |  | | Thema: Sanierungsbedarf von Sportstätten |
 |  |  | | Wir bauen am Turnhallenanbau |
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|  |  | Wann gibt es zusätzliche Mittel für kommunalen Sportstättenbau ??
Stuttgart - Der Landessportverband Baden-Württemberg e. V. (LSV) begrüßt ausdrücklich das Investitionsprogramm der Landesregierung, um die Auswirkungen der bevorstehenden Rezession abzumildern.
Von dem Programm soll in den kommenden 18 Monaten auch der kommunale Sportstättenbau profitieren. Die Landesregierung sieht dafür ein Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro vor. „Damit besteht für die Kommunen die Chance, die Sportinfrastruktur zu verbessern und reparaturbedürftige Anlagen zu sanieren“, erklärt Dieter Schmidt-Volkmar, Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg (LSV). Durch diese zusätzliche Förderung des Kommunalen Sportstättenbaus setzt die Landesregierung auch ein deutliches Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Landessportverband Baden-Württemberg und seinen Mitgliedsorganisationen.
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|  |  | |  |  | Sportstätten entsprechen nicht mehr dem Bedarf
Der Zustand der verschiedenen Sportstätten stellt die Vereine zunehmend vor große Probleme: • Der Sanierungsbedarf bei den vorhandenen Sportstätten wächst. Viele Sporthallen wurden in den 70er und 80er Jahren gebaut und sind sanierungsbedürftig. Einst modern und mit ansprechendem Ambiente, erfüllen diese Sportstätten immer weniger die Erwartungen und Wünsche der Mitglieder bezogen auf Bewegungsmöglichkeiten und sanitäre Anlagen. Der Deutsche Sportbund schätzt den Bedarf laut einer Untersuchung auf rund 42 Milliarden Euro ohne die östlichen Bundesländer. • Der Druck in neue, kleinere und flexiblere Sportstätten zu investieren wächst. Vor allem der Breiten- und Gesundheitssport in den baden-württembergischen Sportvereinen nimmt zu. Diese Mitglieder wollen ihre Fitness und Gesundheit steigern, individueller und zeitlich flexibler verschiedene Sportarten betreiben. Deshalb benötigen die Vereine zunehmend kleinere Räume, die sie entsprechend den Sportbedürfnissen schnell umgestalten und auch am Vormittag und frühen Nachmittag nutzen können. • Die Hallenzeiten werden zunehmend knapper. Mit der flächendeckenden Einführung der Ganztagsschulen stehen kommunale Sportstätten den Vereinen tagsüber immer weniger zur Verfügung. Gleichzeitig nimmt der Bedarf in Vereinen weiter zu. Auf Grund der völligen Auslastung von Sportstätten können sich viele Vereine nicht mehr weiter entwickeln. • Der Antragsstau im Sportstättenbau behindert Investitionen der Vereine. Die drei zuständigen Sportbünde haben einen zweijährigen Antragsstau zwischen 25 und 30 Millionen Euro. Das bedeutet, Vereine, die heute ihre Baubewilligen erhalten, bekommen die zugesagten Landeszuschüsse erst in zwei Jahren ausbezahlt. Für die Vereine bedeutet dies eine Zwischenfinanzierung durch zusätzliche Kredite. • Die Vereine begrüßen die Rückkehr zur Projektförderung des Landes. Dem Land stehen elf bis zwölf Millionen Euro zur Verfügung, die künftig wieder zur Finanzierung spezieller Bauprojekte genutzt werden statt diese Gelder an die Kommunen zu verteilen, wo die Kommunen sie oft nicht für den Sport verwendeten. Festgehalten werden soll, dass das Land Rheinland-Pfalz in den nächsten drei Jahren 95 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmbädern investieren wird. • Die Kommunen übertragen zunehmend die Sportstätten an die Vereine Die meisten Vereine und Kommunen bauen „ihre eigenen“ Sportstätten, ohne auf mögliche Nutzungspartner zu achten. Auf Grund der eingeschränkten Ressourcen und der demografischen Entwicklung ist die gemeinsame Planung und der gemeinsame Bau von Sportstätten durch Vereine und Kommunen auch über die Gemeindegrenzen hinweg notwendig.
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|  | Seitenanfang |  |  | | Landesturntag 15.November 2008 |
 |  | Badischer Turner-Bund e.V.
Bruchsaler Erklärung zur Vereins- und Verbandsentwicklung im BTB
"Turnen ist mehr als Sport"
Der Landesturntag des Badischen Turner-Bundes hat sich am 15.November 2008 mit Fragen zur Vereins- und Verbandentwicklung befasst und im Rahmen einer Podiumsdiskussion nachstehende Positionen erarbeitet:
Unser Verständnis von Turnen "Turnen ist mehr als Sport. Turnen bedeutet Bewegung und Begegnung. Turnen hält die Menschen fit und gesund. Turnen ist die Kinderstube des Sports. Turnen erfüllt einen hohen geselllschaftlichen Auftrag. Turnen ist Sport für alle. Turnen macht Spaß und fördert die Geselligkeit. Turnen bietet gemeinsame Erlebnisse für die ganze Familie. Turnen ist die größte Gesundheitsinitiative für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Turnen ist mehr als Sport!
Personalentwicklung im Ehren- und Hauptamt Der Badische Turner-Bund macht sich dafür stark, dass Rahmenbedinhungen geschaffen werden, die Vereine in die Lage versetzen, hauptamtliche Kräfte zur Qualitätssicherung ihrer Angebote zu beschäftigen. Um eine erfolgreiche Personalentwicklung umzusetzen sollen vorhandene Mittel gebündelt und Veränderungen im Aus- und Fortbildungssystem durch Dezentralisierung der Bildungsangebote realisíert werden. Damit verbunden ist der Ausbau von Informations- und Beratungsleistungen über ein eigenes Internetportal sowie die Unterstützung der Vereine bei Kooperation oder Zusammenschluss. Für diese Initiative zur Mitarbeitergewinnung werden Partner aus Kommunen, Wirtschaft und Sport aufgefordert, die Personalentwicklung in Vereinen und Verbänden aktiv mitzugestalten.
Ausbau der vorhandenen Infrastruktur - Netzwerk im Sport Der Badische Turner-Bund setzt sich dafür ein, dass Turn- und Sportvereine, die ihr Angebot auf die heutigen Bedürfnisse der Bevölkerung ausrichten, mehr Unterstützung von Kommunen und Land erhalten, um gezielt in den Aufbau regionaler Netzwerke im Sport zu investieren zu können. Die Zusammenarbeit zwischen Kindergärten, Schulen und Sportvereinen müssen die tägliche Bewegungsstunde sicher stellen. Durch den Aufbau von Regionalzentren unterstützt der Badische Turner-Bund diese Entwicklung, die er gemeinsam mit Landessportbünden, Sportkreisen und anderen Fachverbänden sowie mit Partnern aus der Wirtschaft und Kommune umsetzen möchte.
Rahmenbedingungen Zur Sicherung ihrer Personal- und Infrasruktur bedarf es einer Veränderung der Rahmenbedinhungen für Vereine und Verbände. Vereine müssen sich eine tragfähigere Finanz- und Personalstruktur geben, um Gestaltungsspielräume für die Entwicklung ihrer Angebote zu haben. Verbände benötigen mehr Unterstützung für die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern und Vereinsführungskräften, aber auch für die Lehrkräfte in Kindergärten und Schulen. Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen der städischen bzw. ländlichen Strukturen muss auf regionale Besonderheiten besonders Rücksicht genommen werden. Das Sportstädtenangebot in unseren Städten und Gemeinden muss dem Bedarf der Turn- und Sportvereine angepasst werden. Dies erfordert regionale Sportstättenentwicklungspläne, um die Nachfrage nach Bewegungsangeboten in allen Altersgruppen gerecht zu werden. Städte und Gemeinden sind aufgefordert, die sozialen und gesellschaftlichen Werte der in den Turn- und Sportvereinen geleistete Jugendarbeit zu erkennen und zu fördern. Hierzu zählt auch eine entsprechende finanzielle Förderung und Unterstützung analog der kommunalen Musik- und Singschulen und Jugendzentren. Die Abschaffung der Hallengebühren für Sport mit Kindern und Jugendlichen, die Nutzung der Sportstätten an Wochenenden und in Ferienzeiten (Schlüsselgewalt) sowie die Bereitstellung zu kinder- und jugendgerechten Uhrzeiten unterstützen die Jugendarbeit der Turn- und Sportvereine.
Turnen ist mehr als Sport! ______________________________________________________________________________________
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|  | Seitenanfang |  |  | |  | Seitenanfang |  |  |  |  | |  |  | Einführung von Ganztagsschulen
Auch im neuen Jahr 2006 - dem Jahr der Landtagswahl in Baden-Württemberg, ist VereinspowerNET nicht untätig. Ein Neues Thema ist die flächendeckende Einführung der Ganztagsschulen. Dieses bringt für die Sportvereine im Lande auch gewisse Probleme mit sich. Da die Jugendlichen den ganzen Tag in der Schule verbringen, ist bein Vereinstraining - Mannschaftstraining, mit Behinderungen zu rechnen. Nicht nur auf die verlängerte Belegung der Sportstätten - sondern auch das nachlassende Interesse sich anschließend auch noch im Verein zu betätigen.
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|  |  | Problem Ganztagsschulen
Betreuungsangebot, eine Herausforderung für die Sportvereine
• Wann kommt die verlässliche Finanzierungszusage für die Betreuungskräfte? • Partnerschaft setzt Vertrauen voraus! Der Wettkampfsport in den Vereinen ist gefährdet Im Schock der Pisa-Studie entwickelte die Bundesregierung das Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung 2003-2007“ (IZBB). Die Einrichtung von Ganztagsschulen überfordert viele Schulen, die zunächst die Hausaufgabenbetreuung und das Mittagessen für ihre Schüler organisieren müssen, ehe sie sich den pädagogischen Möglichkeiten der Ganztagsschulen widmen können. Auch die meisten Sportvereine sind überrollt: Die Einrichtung von Ganztagsschulen zwingt die Vereine sich an der Betreuung zu beteiligen, weil sie sonst Kinder und Jugendliche für den Sport verlieren. Schulen und Vereine brauchen eine stärkere staatliche Unterstützung, denn wir Sportvereine wollen ein verlässliches und qualitativ hochwertiges Angebot für die Schulen und ihre Schüler entwickeln. Darüber hinaus sehen wir durch die bisherige Praxis der Zusammenarbeit den Wettkampfsport der Vereine gefährdet.
Informationen: • Die Ganztagsschule in Baden-Württemberg soll vor allem an Hauptschulen innerhalb so genannter sozialer Brennpunkte umgesetzt werden. Darüber hinaus können alle Grundschulen und Schulen im Sekundarbereich I als Ganztagsschule geführt werden. Es gibt drei Organisationsformen: Die offene Form ist nur für die Schüler verpflichtend, die zum Ganztagsbetrieb gemeldet sind. Die gebundene Form ist für alle Schüler verpflichtend. Die teilweise gebundene Form ist für einen Teil der Schüler verpflichtend (z.B. Klassenstufe) oder bestimmte Ganztagsangebote sind für alle Schüler verpflichtend (z.B. Wahlpflicht AGs). • Die Schulen, Lehrer und Schüler sind gegenwärtig mit drei wesentlichen Einschnitten konfrontiert und belastet: Die „Operative Selbstständigkeit“ der Schulen soll zu einer stärkeren Profilbildung angesichts sinkender Schülerzahlen führen. Seit 2003 sind neue Lehrpläne verabschiedet, die die Schulen verpflichten ein eigenes Schulcurriculum zu entwickeln. Seit dem Schuljahr 2004/2005 wurde die Abiturszeit von neun auf acht Jahre reduziert, bei gleichbleibenden Lehrinhalten, was bei Schülern zu 38 Wochenstunden führt. • Es bestehen gegenwärtig bereits über 4000 geförderte Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen
Chancen für die Vereine: • Durch die Ganztagsschule können Sportvereine prinzipiell alle Kinder und Jugendlichen erreichen. Somit kann die Ganztagsschule als Brücke zum Vereinssport dienen. • Die Sportvereine gewinnen kommunalpolitisch stärker an Gewicht, weil sie sich mit den Schulen und anderen Organisationen stärker vernetzen. • Die Sportvereine machen sich unverzichtbar, weil sie sich einer weiteren sozial- und gesundheitspolitischen Aufgabe stellen, denn bei den Kindern werden die Weichen für das lebenslange Sporttreiben und für eine sinnvolle und gesunde Lebensführung gestellt.
Risiken für die Vereine: • Die Anzahl der jugendlichen Mitglieder könnte sinken, weil sie ihren Sport bereits in der Schule betrieben haben oder nach der langen Schulzeit keine Verpflichtungen gegenüber einem Verein eingehen wollen. Außerdem müssen die Eltern doppelt für den Sport ihrer Kinder zahlen: im Verein und in der Ganztagsschule. • Die kommunalen Sportstätten werden bis 16 teilweise bis 18 Uhr durch die Schulen genutzt und stehen den Vereinen nicht mehr zur Verfügung. • Der Wettkampfsport - besonders der Mannschaftssportarten - könnte leiden, weil durch die längere Verweilzeit in der Schule die gemeinsamen Trainingszeiten reduziert werden. Möglicherweise entwickelt sich ein Wettkampfsportsystem, das nicht mehr durch Vereins-, sondern durch Schulmannschaften geprägt ist. In Deutschland würde sich ein angloamerikanisches Sportmodell entwickelt: Schulen und Universitäten sind für die Sportförderung verantwortlich. Vereine für den Breiten- und Gesundheitssport. • Übungsleiter haben eine hohe fachliche Kompetenz, sind aber den besonderen pädagogischen Herausforderungen mit weniger motivieren Schülern nicht gewachsen. • Es ist für die Vereine sehr schwierig, geeignete Übungsleiter für die Zeit zwischen 14 und 16 zu finden.
Forderungen der Vereine: • Sportangebote während der Ganztagsschule sind ein zusätzliches Angebot. Deshalb fordern wir, dass der reguläre Schulsport weder gekürzt noch ersetzt wird. • Die Kompetenz für Sport, Spiel und Bewegung liegt bei den Sportvereinen. Deshalb fordern wir, dass alle zusätzlichen sportlichen Angebote der Ganztagsschule nur von Sportvereinen gemacht werden können. • Wir fordern, dass die Vereine Vertragspartner der Schulen werden und nicht einzelne Übungsleiter. • Ehrenamtliche Übungsleiter und angestellte Vereinssportlehrer sind keine billigen Arbeitskräfte. Deshalb fordern wir eine angemessene Honorierung der Arbeitsleistungen. Wo bleibt die verlässige Finanzierungszusage der Landesregierung? • Eltern, deren Kinder am Vereinssport interessiert sind, müssen für den Verein und die Ganztagsschule doppelt zahlen. Deshalb fordern wir, dass alle Kinder, die durch Vereinslehrkräfte an den Schulen nachmittags unterrichtet werden, automatisch Vereinsmitglied sind. • Die Schulen investieren die Fördergelder aus dem IZBB nahezu vollständig in Mensen und Arbeitsräume. Wir fordern neue Sport- und Bewegungsräume, besonders im Hinblick auf die schlechte gesundheitliche und körperliche Verfassung der Kinder.
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|  | Seitenanfang |  |  |  |  | |  |  | |  |  | |  |  | Mittelbadische Presse vom 26.01.2005
»Kürzung im Sport überproportional«
Gespräch mit Hans-Jürgen Ziegler, Vorsitzender TV Oberkirch / Aktionsbündnis Vereinspower erfolgreich
Von Rüdiger Rüber
Hans-Jürgen Ziegler kämpft für einen sozialen Sport. Der Vorsitzende des TV Oberkirch wehrt sich deshalb vehement gegen die Kürzungsabsichten der Landesregierung bei der Sportförderung. Anfang Dezember hatten sich acht badische und acht württembergische Vereine unter dem Thema »Henkersbrunch« zusammengetan, um an der Basis gegen die von der CDU geplanten Kürzungen im Haushalt 2005/2006 von 10,6 Millionen Euro zu protestieren. Ziegler und der TV Oberkirch mit seinen 2500 Mitgliedern waren von Anfang an dabei. Mittlerweile repräsentiert das Aktionsbündnis »Vereinspower« (Internetadresse: www.vereinspower.net) über 50 Vereine (Tendenz steigend) und damit über 180 000 Sporttreibende in ganz Baden-Württemberg. Aus der Ortenau gehört mittlerweile auch der TV Kappelrodeck dazu, und der Sportkreis Offenburg als Vertreter von 27 000 Sportvereinsmitgliedern hat sein Engagement signalisiert. Der Druck auf die Politik wächst stetig. Nach Streiks, Protestmärschen und Podiumsdiskussionen im ganzen Land hat die Landesregierung nun Anfang Januar zurückgerudert. Im Haushalt 2005/2006 soll der Sport »nur« noch um insgesamt 4,2 Millionen Euro gekürzt werden. Das soll am 23. Februar im Landtag beschlossen werden.
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|  |  | Hans-Jürgen Ziegler (64), Vorsitzender des TV 1861 Oberkirch und Stadtrat, ist einer der Gründer des Aktionsbündnisses Vereinspower. |  |
|  |  | * Herr Ziegler, ist mit der Reduzierung der geplanten Kürzungen für den Sport Ihre Mission erfüllt? Hans-Jürgen Ziegler: Nein. Unsere Forderungen bestehen nach wie vor auf der kompletten Rücknahme der geplanten Kürzungen. Wir wollen die Finanzmittel auf der Basis des Haushaltsansatzes 2004 von 70,4 Millionen Euro. * Überall muss gekürzt werden, warum nicht im Sport? Ziegler: Ganz einfach, weil wir schon im Vorfeld überproportional im Vergleich zu anderen kulturellen und sozialen Einrichtungen gekürzt wurden. Die Ausgaben für Kultur sind beispielsweise im Zeitraum von 1990 bis 2003 um 17,5 Prozent gestiegen, während die Sportausgaben in der gleichen Zeit um 17,5 Prozent gesunken sind. Und das bei einem Mitgliederzwachs von etwas über 19 Prozent.
* Was würde ein Minus von 4,2 Millionen Euro im Sporthaushalt der nächsten beiden Jahre für die Vereine bedeuten? Ziegler: Da die Verteilung der Gelder über die Sportbünde erfolgt, wissen die Vereine noch nicht, was genau auf sie zukommt. Fakt ist, dass die Sportgeräte-Bezuschussung nicht wiederkommt. Fakt ist auch, dass der 50-Millionen-Antragstau beim Sportstättenbau nicht abgebaut, sondern größer wird.
* Aber immerhin bleibt die »Übungsleiter-Pauschale« - wie Sportministerin Schavan als erste Reaktion auf die massiven Proteste gegen die ursprünglich geplanten Kürzungen von 10,6 Millionen Euro zugesichert hat ... Ziegler: Das ist ein Erfolg. Auch die Sportbünde haben dies schon bestätigt. Korrekt war allerdings nicht, dass Frau Schavan die Übungsleiter-Pauschale zugesichert hat, ohne zu wissen, woher das Geld für diese 1,80 Euro, die die Vereine von den Sportbünden für die Stunde eines lizenzierten Übungsleiters vergütet kriegen, kommt. Das war für mich der Auslöser, aktiv zu werden. Das ist eine bodenlose Frechheit, weil es rein populistischer Natur war. * Erstmals sind auch die Vereine - und nicht nur die Verbände - auf die Barrikaden gegangen. Warum? Ziegler: Normalerweise sind die Sportbünde die Verhandlungspartner für die Politik. Unserer Meinung nach haben aber die Verbände im letzten Jahr bei der 10-Millionen-Kürzung für den Sport zu schnell klein beigegeben. Das durfte diesmal nicht wieder passieren. Die Basis musste aktiv werden. Der Spieltag-Streik der württembergischen Fußballer von der Verbandsliga abwärts Anfang Dezember war eindrucksvoll, genauso wie, dass die 308 Vereine im Sportkreis Heilbronn am vergangenen Wochenende keinen Sport angeboten haben. Die Resultate sind deutlich, der Druck der Basis hat die Verantwortlichen in der CDU zum Umdenken bewogen.
* Wie geht's jetzt weiter? Ziegler: Das Aktionsbündnis hat beschlossen, bis zur Landtagswahl 2006 weiter zu machen. Wir wollen den Vereinen zeigen, welche Konsequenzen die Kürzungen haben. Mir geht es nicht um Leistungssport, sondern um die Basis. Die Vereine leisten Immenses als Integrations-Faktor und haben mit ihrem ungeheuren ehrenamtlichen Engagement eine der wichtigsten sozialpolitischen Aufgaben in unserem Land übernommen. Sport holt Kinder von der Straße, leistet Sprachausbildung ohne Kurse, und vieles mehr. Mein Schwerpunkt liegt im Jugendbereich. Wenn die Kürzungen weitergehen, sind gravierende Beitragserhöhungen nicht auszuschließen. Es trifft dann wieder die sozial Schwachen. Da gilt es gegenzusteuern. Auch die Grundhaltung der Verantwortlichen, den Sport als Manövriermasse im Landeshaushalt zu benutzen und damit die Vereinsvertreter zu verunsichern, muss weiter gegeißelt werden.
* Könnte der Sport den Kürzungen mit Struktur-Reformen begegnen? Ziegler: Es ist grundsätzlich überhaupt nicht bewiesen, dass eine Strukturveränderung zu Einsparungen führt. Außerdem ist der Sinn von »Vereinspower« keine Struktur-Debatte. Ich persönlich bin mit der Konstellation Landessportbund und regionale Sportbünde zufrieden. Die Nähe zum Sportbund Freiburg ist mir wichtiger als eine Zentralbehörde in Stuttgart.
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|  |  | |  |  | Mittelbadische Presse vom Dienstag 14.Dezember 2004
Ziegler: „Vereine stehen vor dem Aus“
TVO-Vorsitzender geht bei der SVO-Generalversammlung mit Landesregierung hart ins Gericht
Oberkirch (m). Massive Kritik an den Kürzungen bei den Sportfördermitteln, die die Landesregierung im kommenden Doppelhaushalt fortsetzen und verschärfen will, formulierte der TVO-Vorsitzende Hans-Jürgen Ziegler bei der Generalversammlung des SV Oberkirch und rief zur Solidarität der betroffenen Vereine und zum Protest der Basis auf. „Wir ziehen an einem Strang, was den Sport in Oberkirch betrifft“, betonte Hans-Jürgen Ziegler und verwies darauf, dass es derzeit in den Sportvereinen in Baden-Württemberg „massiv an den Kragen geht“. Die krassen Einschnitte der Landesregierung bei der Sportförderung hätten verheerende Folgen, können zu Dauerschäden führen und auch schlimme Folgen für das Ehrenamt haben. „Es passt überhaupt nicht zusammen, dass die Landesregierung auf der einen Seite Aktionen über bürgerschaftliches Engagement und die Bedeutung des Ehrenamtes durchführt und gleichzeitig die ehrenamtliche Arbeit von Sportvereinen und Sportverbänden mit derart überzogenen Kürzungsvorschlägen mit Füßen tritt“ betonte er und ging auf das konkrete Beispiel des TV Oberkirch ein, dessen Vorsitzender er ist. Bei Einnahmen von 50 000 €, davon 40 000 aus Beiträgen und 10 000 aus Zuschüssen für Übungsleiter, die jetzt gestrichen werden sollen, brechen dem Verein auf einen Schlag 20 Prozent der finanziellen Grundlage weg. Hinzu kommt, dass die Zuschüsse für Sportgeräte komplett gestrichen wurden. Dennoch seien TVO und SVO in der glücklichen Lage, dass die Ausstattung mit Sportstätten und Sportgeräten derzeit sehr gut ist, andere Vereine in anderen Gemeinden seien da erheblich schlechter dran. Während im Schwäbischen gegen die Kürzungsabsichten massive Proteste laut wurden bis hin zur Absage eines kompletten Spieltages der Fußballer, laufe in Baden in dieser Hinsicht nicht viel, möglicherweise deshalb , weil der Präsident des badischen Sportbundes gleichzeitig als CDU-Landtagsabgeordneter Mitglied der Fraktion ist, die diese Kürzungen mit verantworten will. Ziegler appellierte an alle Mitglieder der Vereine aktiv zu werden, sich solidarisch zu zeigen und zu helfen, die Basis zu mobilisieren. Abgeordnete sollen angeschrieben oder befragt werden, wie sie zu den beabsichtigten Kürzungen stehen, ob angesichts der wichtigen Jugend- und Integrationsarbeit der Vereine die Prioritäten der Landesregierung nicht völlig falsch gesetzt sind. „Wir können uns bei dieser Frage nicht mehr auf die Verbände verlassen und müssen selbst aktiv werden“, appellierte Ziegler, „die Vereine stehen vor dem Aus“.
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|  | Seitenanfang |  |  |  |  | Monica Wüllner in Führungsgremium der Deutschen Sportjugend (DSJ) gewählt Die 39-jährige Vorsitzende der Baden-Württembergischen Sportjugend im Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) ist neue Stellvertreterin von Ingo Weiss – Großes Lob für die Organisation des zweitägigen Treffens der Deutschen Sportjugend in Freiburg
Freiburg. Monica Wüllner, Vorsitzende der Baden-Württembergischen Sportjugend im LSV, ist nun auch an vorderster Front des deutschen Jugendsports vertreten. Im Rahmen der Vollversammlung in Freiburg wurde die 39-jährige Stuttgarter Juristin als Nachfolgerin von Günter Franzen (Bayerische Sportjugend) einstimmig zur 2. Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend gewählt. „Eine große Aufgabe, auf die ich mich aber riesig freue. Das Team um Ingo Weiss ist jung und hat sicherlich neue und wichtige Ideen. Ich bringe mich gerne in diese Arbeit ein“, so Wüllner nach ihrer Wahl in der Freiburger Messehalle. „Welche exakten Aufgabenschwerpunkte ich übernehmen werde, diskutieren und entscheiden wir auf einer ersten Klausurtagung Ende November in Münster“. „Großes Lob an unsere südbadischen Freunde: Alles hat hervorragend geklappt. Ich bin mir sicher, sagen zu können, dass dies eine der inhaltlich und organisatorisch besten Vollversammlungen war, die wir je durchgeführt haben“, so der alte und neue dsj-Vorsitzende Weiss (Münster) nach der zweitägigen Veranstaltung. Aus der Sicht des LSV nahm neben Rainer Hipp und Bernd Röber auch LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar teil, der in einem viel beachteten Grußwort in Anwesenheit von Kultusstaatssekretär Georg Wacker und Freiburgs ersten Bürgermeister Otto Neideck insbesondere auf die große gesellschaftspolitische Bedeutung des Kinder- und Jugendsports einging. Sport sei einer der wichtigsten Bestandteile des Lebens und für die körperliche Entwicklung des Menschen, egal in welchem Lebensabschnitt, unverzichtbar wichtig“, so Schmidt-Volkmar vor den Delegierten. „Dem Sport ist ein geballtes Bildungspotenzial immanent. Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, dass Sportpolitik in erster Linie Kinder- und Jugendpolitik sein soll und muss“, so Schmidt-Volkmar, der seiner Präsidiumskollegin im LSV, Monica Wüllner, ganz herzlich zu ihrer Wahl gratulierte. „Für den Sport im Lande ist es gut und wichtig, dass wir im deutschen Jugendsport an vorderster Front vertreten sind. Ich bin mir sicher, dass Monica Wüllner nun auch auf Bundesebene eine wichtige und zukunftsweisende Rolle einnehmen wird“.
Nach den Wahlen wurden in fünf Foren u. a. aktuelle Themen wie Schulzeitverlängerung, G8 und die Auswirkungen auf den Sportverein, Gesundheitsförderung, internationale Jugendbegegnungen, Umgang mit Rechtsextremismus im Sport sowie die Personalentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit diskutiert. Monica Wüllner, Vorsitzende der Baden-Württembergischen Sportjugend im LSV, ist nun auch an vorderster Front des deutschen Jugendsports vertreten. Im Rahmen der Vollversammlung in Freiburg wurde die 39-jährige Stuttgarter Juristin als Nachfolgerin von Günter Franzen (Bayerische Sportjugend) einstimmig zur 2. Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend gewählt. „Eine große Aufgabe, auf die ich mich aber riesig freue. Das Team um Ingo Weiss ist jung und hat sicherlich neue und wichtige Ideen. Ich bringe mich gerne in diese Arbeit ein“, so Wüllner nach ihrer Wahl in der Freiburger Messehalle. „Welche exakten Aufgabenschwerpunkte ich übernehmen werde, diskutieren und entscheiden wir auf einer ersten Klausurtagung Ende November in Münster“.
„Großes Lob an unsere südbadischen Freunde: Alles hat hervorragend geklappt. Ich bin mir sicher, sagen zu können, dass dies eine der inhaltlich und organisatorisch besten Vollversammlungen war, die wir je durchgeführt haben“, so der alte und neue dsj-Vorsitzende Weiss (Münster) nach der zweitägigen Veranstaltung. Aus der Sicht des LSV nahm neben Rainer Hipp und Bernd Röber auch LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar teil, der in einem viel beachteten Grußwort in Anwesenheit von Kultusstaatssekretär Georg Wacker und Freiburgs ersten Bürgermeister Otto Neideck insbesondere auf die große gesellschaftspolitische Bedeutung des Kinder- und Jugendsports einging. Sport sei einer der wichtigsten Bestandteile des Lebens und für die körperliche Entwicklung des Menschen, egal in welchem Lebensabschnitt, unverzichtbar wichtig“, so Schmidt-Volkmar vor den Delegierten. „Dem Sport ist ein geballtes Bildungspotenzial immanent. Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, dass Sportpolitik in erster Linie Kinder- und Jugendpolitik sein soll und muss“, so Schmidt-Volkmar, der seiner Präsidiumskollegin im LSV, Monica Wüllner, ganz herzlich zu ihrer Wahl gratulierte. „Für den Sport im Lande ist es gut und wichtig, dass wir im deutschen Jugendsport an vorderster Front vertreten sind. Ich bin mir sicher, dass Monica Wüllner nun auch auf Bundesebene eine wichtige und zukunftsweisende Rolle einnehmen wird“.
Nach den Wahlen wurden in fünf Foren u. a. aktuelle Themen wie Schulzeitverlängerung, G8 und die Auswirkungen auf den Sportverein, Gesundheitsförderung, internationale Jugendbegegnungen, Umgang mit Rechtsextremismus im Sport sowie die Personalentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit diskutiert. Monica Wüllner, Vorsitzende der Baden-Württembergischen Sportjugend im LSV, ist nun auch an vorderster Front des deutschen Jugendsports vertreten. Im Rahmen der Vollversammlung in Freiburg wurde die 39-jährige Stuttgarter Juristin als Nachfolgerin von Günter Franzen (Bayerische Sportjugend) einstimmig zur 2. Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend gewählt. „Eine große Aufgabe, auf die ich mich aber riesig freue. Das Team um Ingo Weiss ist jung und hat sicherlich neue und wichtige Ideen. Ich bringe mich gerne in diese Arbeit ein“, so Wüllner nach ihrer Wahl in der Freiburger Messehalle. „Welche exakten Aufgabenschwerpunkte ich übernehmen werde, diskutieren und entscheiden wir auf einer ersten Klausurtagung Ende November in Münster“.
„Großes Lob an unsere südbadischen Freunde: Alles hat hervorragend geklappt. Ich bin mir sicher, sagen zu können, dass dies eine der inhaltlich und organisatorisch besten Vollversammlungen war, die wir je durchgeführt haben“, so der alte und neue dsj-Vorsitzende Weiss (Münster) nach der zweitägigen Veranstaltung. Aus der Sicht des LSV nahm neben Rainer Hipp und Bernd Röber auch LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar teil, der in einem viel beachteten Grußwort in Anwesenheit von Kultusstaatssekretär Georg Wacker und Freiburgs ersten Bürgermeister Otto Neideck insbesondere auf die große gesellschaftspolitische Bedeutung des Kinder- und Jugendsports einging. Sport sei einer der wichtigsten Bestandteile des Lebens und für die körperliche Entwicklung des Menschen, egal in welchem Lebensabschnitt, unverzichtbar wichtig“, so Schmidt-Volkmar vor den Delegierten. „Dem Sport ist ein geballtes Bildungspotenzial immanent. Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, dass Sportpolitik in erster Linie Kinder- und Jugendpolitik sein soll und muss“, so Schmidt-Volkmar, der seiner Präsidiumskollegin im LSV, Monica Wüllner, ganz herzlich zu ihrer Wahl gratulierte. „Für den Sport im Lande ist es gut und wichtig, dass wir im deutschen Jugendsport an vorderster Front vertreten sind. Ich bin mir sicher, dass Monica Wüllner nun auch auf Bundesebene eine wichtige und zukunftsweisende Rolle einnehmen wird“.
Nach den Wahlen wurden in fünf Foren u. a. aktuelle Themen wie Schulzeitverlängerung, G8 und die Auswirkungen auf den Sportverein, Gesundheitsförderung, internationale Jugendbegegnungen, Umgang mit Rechtsextremismus im Sport sowie die Personalentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit diskutiert.
Torsten Schnittker Öffentlichkeitsarbeit Landessportverband Baden-Württemberg Fritz-Walter-Weg 19 70372 Stuttgart
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|  | Seitenanfang |  |  | | LSV zur Schulsportkonferenz 13.02.2009 |
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